Otto
Piene
April – Juni 2008
Die
Ausstellung knüpft an die Ausstellung des Jahres 2001 in
der cubus kunsthalle, duisburg an, in der die Pläne zur
jüngst realisierten Lichtinstallation GELEUCHT auf der
Halde Rheinpreussen, Moers erstmalig vorgestellt wurden.
Anläßlich
seines 80 jährigen Geburtstags widmet die cubus kunsthalle
Otto Piene eine Einzelausstellung mit Zeichnungen,
Malereien und einem Lichtraum.

Foto:
Lothar Wolleh: Otto Piene, späte 1960er Jahre
Otto
Piene (*
18. April
1928 in
Bad Laasphe) ist ein deutscher
Künstler. Er war von 1974 bis 1994 Direktor des
"Center for Advanced Visual Studies" (CAVS).
Als
Reaktion auf das
abstrakte
Informel gründete Piene gemeinsam mit
Heinz Mack (* 1931) am
11. April
1957 in
Düsseldorf die später international einflussreiche
Künstlergruppe
ZERO ("Nullpunkt der Kunst"), der sich im Jahr 1961
auch
Günther Uecker (* 1930) anschloss.
ZERO bestand neun Jahre, bevor es sich am 26.11.1966
mit einem großen Fest ("ZERO
ist gut für Dich") im
Bahnhof Rolandseck in Remagen auflöste.
Lebenslauf
Otto Piene
wurde
1928 in
Bad Laasphe geboren und wuchs in
Lübbecke auf.
Von
1949 bis
1953 studierte er
Malerei und
Kunsterziehung an den Akademien für Kunst in
München und
Düsseldorf und war in
Düsseldorf Dozent an der Modeschule. Von
1952 bis
1957 belegte er an der
Universität zu Köln den Studiengang
Philosophie und schloss mit dem Staatsexamen ab.
An der
University of Pennsylvania übernahm er 1964 eine
Gastprofessur. Von 1968 bis 1971 war er Fellow des
1967 von
Gyorgy Kepes gegründeten Center for Advanced Visual
Studies (CAVS). 1972 wurde er Professor of Visual
Design for Environmental Art (Professor der
Umweltkunst) am
Massachusetts Institute of Technology, das ihn 1974
zum Direktor des CAVS berief.
Piene lebt
und arbeitet heute in Groton/Massachusetts,
Boston sowie
Düsseldorf.
Auszeichnungen
Werk
Die bei
der Gründung der Gruppe „ZERO“ vorherrschende Idee war ein
von der Ebene „Null“ ausgehender kompletter Neubeginn in
der Malerei und die Einbeziehung in das künstlerische
Schaffen von Licht (und Schatten), sowie – für Piene –
auch von Feuer. Ihre Anschauung verbreiteten Mack und
Piene bis 1961 in der Zeitschrift „ZERO“.
Im Jahr
1959 entwarf Piene unter Bezugnahme auf elementare
Naturenergien Lichtballette und Rauchbilder.
Die Praxis der Rauchbilder führt er bis heute fort. Die
Spuren von Feuer und Rauch sind wichtige Elemente dieser
Werke. Er experimentierte außerdem mit
Multimedia-Kombinationen (1960). Bekannt ist Piene
insbesondere durch das Lichtballett und weitere
lichtkinetische
Arbeiten. Außerdem schuf er aufgrund seiner intensiven
Auseinandersetzung mit Licht und Bewegung Luft- und
Lichtskulpturen.
Werksauswahl
-
1958: „Hell Gelb Hell“, Öl auf Leinwand, 68,5 × 96,5 cm,
Münster,
Westfälisches Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte
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1964/65: Lichtobjekte für das Stadttheater in
Bonn
-
1967: Gestaltung des deutschen Pavillons der
Biennale in Venedig
-
19669/71: Lichtobjekte für die „Chambre des Représentants“,
Hawaii,
Honolulu
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1971: Gestaltung des deutschen Pavillons der
Biennale in Venedig
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1972: „More Sky“, Lichtinstallationen und Feuerbilder für die
Schlussfeier der
Olympischen Spiele
-
2006: „Geleucht“, Lichtinstallation, Turm in Form einer Grubenlampe
(Höhe 30 Meter) und 35 Leuchtmasten zur Ausleuchtung
einer 8000 m² großen Fläche einer
Halde mit rotem Licht,
Moers,
Halde Rheinpreussen
Ausstellungen
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