Wolfgang Pilz sammelt seit der Kindheit
Fotos und Bilder aus der Presse, aus Illustrierten,
Büchern oder sonstigen Medien. Er
sammelt und katalogisiert das Material,
noch nicht wissend wofür konkret,
aber lauernd auf den Einsatz, wenn das
Pendant oder Thema dazu gefunden ist. Sie
sind Grundlage für seine Schemata,
die die Welt auf das Wesentliche reduzieren.
In den neuen Arbeiten, die auf jeweils zwei Collagen basieren,
arbeitet Pilz mit verschiedenen Ebenen, als Teile des Ganzen. Seine
Zeichnungen, Malereien und Linolschnitte vermitteln dem Betrachter
durch eine Rasterung ein bestimmtes übergeordnetes Ordnungssystem,
das zu verbinden sucht. Wolfgang Pilz intendiert jedoch keine inhaltliche
Verbindung der Einzelelemente, obwohl beide Bildteile eine inhaltliche
Abfolge suggerieren mögen. Dies verursacht immer wieder Sprünge
und Distanz zum Werk, das allein durch die Rahmung von Umrisslinien
zusammengehalten zu werden scheint. Nicht immer - aber manchmal – können
wir jedoch durch Bildzitate oder Figuren und deren Schatten, Verbindungen
zwischen den beiden Bildteilen ahnen und erkennen. Wir müssen
uns nur für’s Betrachen Zeit nehmen.
Dr. Claudia Schaefer
cubus kunsthalle, duisburg
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