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Hanns Armborst – Michael Kortländer 8.4. bis 29.5.2016

Eröffnung am 8.4.2016, 19h

Begrüßung Dr. Claudia Schaefer
Grußworte Thomas Krützberg, Kulturdezernent der Stadt Duisburg

Hanns Armborst / Michael Kortländer
„Höhen, Breiten, Tiefen“
8.4. bis 29.5.2016

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Die Ausstellung zeigt bildhauerische Werke von zwei Düsseldorfer Künstlern, zweier aufeinanderfolgenden Generationen, die sich mit räumlichen Bedingungen und Wirkungen auseinandersetzen.
Hanns Armborst konzentriert sich in der Tradition der Konzeptkunst auf wenige formelle Themen und Fragen. Seine geometrischen – farblich auf Blau/weiß reduzierten – Arbeiten reflektieren den Raum, in dem sie sich befinden und den Sie darstellen. Als Deklinationen eines geometrischen Regelwerks, das jede mögliche Kombination untersucht, erinnern Sie an das, was wissenschaftliches Forschen und Untersuchen ausmacht. Kay Heymer, Leiter der Abteilung Moderne Kunst im Museum Kunstpalst, schreibt dazu „Die Kunst von Hanns Armborst bedient sich der Geometrie, um intuitive Unfassbarkeit mit größter Klarheit erfahrbar zu machen. Darin liegt ihr Geheimnis und ihre allgemein menschliche Qualität“.
Eine spannende Gegenüberstellung versprechen die aus Wellpappe und Pressholz bestehenden Arbeiten Michael Kortländers , die einen Gegenpol zu den streng geometrischen Arbeiten darstellen mögen. Diethelm Röhnisch, Geschäftsführer Niederrheinischer Kunstverein e.V., beschreibt Kortländers Arbeitsweise sehr bezeichnend „Wellpappe ist nicht nur leicht, sondern auch vielfältig formbar. Vor allem stellen ihre senkrechten wellenförmigen Vertiefungen einen formal spannenden Gegensatz zu den von ihr umfassten Dingen dar, die sie zugleich schützt wie verbirgt. Dabei werden die Ecken und Kanten abgerundet, also gewissermaßen „entschärft“. Einer verharmlosenden Harmonisierung entgeht er dadurch, dass er mit seinen scharfen Einschnitten in die Wellpappe neue Kanten und Ecken schafft, die ein weiteres formales Spannungsmoment in seinem Werk bewirken. Seine Skulpturen sind freie Erfindungen, die den sie umgebenden Raum völlig neu definieren. Dabei frappiert der Gegensatz zwischen Leichtigkeit des Materials und der Gewichtigkeit seiner sogar monumental wirkenden Ausformung. Es entstehen so konstruierte Gebilde, die in ihrer vermittelnden Gebärde doch Distanz wahren. Verstärkt wird die Distanzierung noch dadurch, dass die aufgetragene Farbe die Besonderheit des alltäglichen Materials betont; es wird zum Farbträger, der gewürdigt ist in all seiner Fragilität Farbe zu zeigen, also eines für den Bildhauer Kortländer ebenso wichtigen künstlerischen Ausdrucksmittels. So entsteht am Ende ein faszinierendes Paradox: Ein billiges, fragiles, uns allen vertrautes Material atmet doch durch seine künstlerische Anmutung den Geist des Besonderen, des Einmaligen“.
Den Besucher der Ausstellung erwartet eine spannungsvolle Auseinandersetzung zu räumlichen Prozessen innerhalb der zeitgenössischen Bildhauerei.

Hanns Armborst

Armborst portrait

1941 geboren in Geseke
1962-1967 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
1987/88/90 Gastatelier in Ein Hod/Israel
und 1993 Internationales Austauschprogramm der Landeshauptstadt Düsseldorf
1994 Gastatelier in Osaka/Japan
1994 Gastvorlesung Universität Kobe
1995/2002/2009 Gastatelier Cité Internationale des Arts, Paris
Michael Kortländer
1953 geboren in Münster
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
bei Prof. G. Hoehme
seit 1978 Arbeiten an „ Raumbildern“, vornehmlich mit Kartonagen
1982 – 1984 Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium Duisburg
zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland

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Michael Kortländer

Portrait Kortländer

 

in Münster geboren
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
bei Prof. G. Hoehme

seit 1978 Arbeiten an „ Raumbildern“, vornehmlich mit Kartonagen
1982 – 1984 Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium Duisburg
zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland

www.michael-kortlaender.de

Alltägliches wird etwas Besonderes
Zu den plastischen Arbeiten von Michael Kortländer

Seit Beuys definiert sich Kunst weniger durch den kommerziellen Wert des verwendeten Materials als vielmehr durch die künstlerische Idee, die sich darin verwirklicht. Michael Kortländer arbeitet seit Jahren mit Wellpappe, in der man sonst kostbarere Gegenstände verpackt, um sie vor Deformationen zu schützen. Wellpappe ist nicht nur leicht, sondern auch vielfältig formbar. Vor allem stellen ihre senkrechten wellenförmigen Vertiefungen einen formal spannenden Gegensatz zu den von ihr umfassten Dingen dar, die sie zugleich schützt wie verbirgt. Dabei werden die Ecken und Kanten abgerundet, also gewissermaßen „entschärft“. Einer verharmlosenden Harmonisierung entgeht er dadurch, dass er mit seinen scharfen Einschnitten in die Wellpappe neue Kanten und Ecken schafft, die ein weiteres formales Spannungsmoment in seinem Werk bewirken. Seine Skulpturen sind freie Erfindungen, die den sie umgebenden Raum völlig neu definieren. Dabei frappiert der Gegensatz zwischen Leichtigkeit des Materials und der Gewichtigkeit seiner sogar monumental wirkenden Ausformung. Es entstehen so konstruierte Gebilde, die in ihrer vermittelnden Gebärde doch Distanz wahren. Verstärkt wird die Distanzierung noch dadurch, dass die aufgetragene Farbe die Besonderheit des alltäglichen Materials betont; es wird zum Farbträger, der gewürdigt ist in all seiner Fragilität Farbe zu zeigen, also eines für den Bildhauer Kortländer ebenso wichtigen künstlerischen Ausdrucksmittels. So entsteht am Ende ein faszinierendes Paradox: Ein billiges, fragiles, uns allen vertrautes Material atmet doch durch seine künstlerische Anmutung den Geist des Besonderen, des Einmaligen.

Diethelm Röhnisch
Geschäftsführer Niederrheinischer Kunstverein e.V.

 

Auf Einladung des Kunstvereins Gelsenkirchen hat der in Düsseldorf lebende Künstler Michael Kortländer im Kunstmuseum Gelsenkirchen eine Rauminstallation aus Wellpappeplatten geschaffen. Am Donnerstag, dem 13.08.2015, stellt er sein Werk vor. Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Auf Einladung des Kunstvereins Gelsenkirchen hat der in Düsseldorf lebende Künstler Michael Kortländer im Kunstmuseum Gelsenkirchen eine Rauminstallation aus Wellpappeplatten geschaffen. Am Donnerstag, dem 13.08.2015, stellt er sein Werk vor.
Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

 

Shelter

 

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das goldene Zeitalter IMG-9795

Salvador Dali. grafics. 28.5. – 24.8.2014

Salvador Dali. grafics.

Auszug aus dem druckgrafischen Werk

 

 Einladungskarte-120x175-Rückseite-mitText-ohne-Einladung Dali

Im druckgrafischen Schaffen Dalis finden wir eine eigenständige, in sich geschlossene Welt innerhalb des Gesamtwerkes, deren Reiz sich jedem sofort erschließt, der sich damit näher beschäftigt. Im Gegensatz zu den uns bekannten Ölbildern präsentiert sich dem Betrachter in Dalis Radierungen, Lithografien und Holzschnitten die ganze Fülle der literarischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Welt vergangener Jahrhunderte bis in die Gegenwart. Dalis Wissensdurst und Interesse für die Themen aus Literatur, Philosophie, Musik, und Religion sowie seine Offenheit für die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften haben sein künstlerisches Gesamtwerk ähnlich geprägt wie vor ihm schon Leonardo da Vinci und viele große Maler vergangener Zeiten. Im Mittelpunkt seines Werkes stand das Bemühen um systematische Erkenntnis und Erschließung der Welt des Unbewussten und des Unterbewusstseins, der Welt der Träume, der Wünsche, des Deliriums, der mystischen Visionen und letztlich der tiefen Selbsterkenntnis. Angesichts dieser Voraussetzungen erklärt sich auch Dalis großes Interesse für die Themen der Weltliteratur. In den nur ihm eigenen Facetten surrealistischer Stile und Techniken illustrierte er eine Vielzahl von literarisch bedeutenden Werken wie Dantes „Göttliche Komödie“, Ronsards „Les Amours de Cassandre“, Rabelais “Gargantua et Pantagruel“, Boccaccios „Decamerone“, aber auch Lewis Carolls „Alice im Wunderland“ und seinem vielleicht berühmtesten Grafikzyklus, den Lithografien zu Miguel de Servantes – Saavedra’s Epos „Don Quichotte“. (Heinz Ess, Auszug aus dem Katalog „Salvador Dali „Die Eroberung des Irrationalen“, Stadtgalerie Klagenfurt, 2000)

Die Ausstellung in der cubus kunsthalle, duisburg zeigt erstmalig Teile der Sammlung im Ruhrgebiet und einen Querschnitt durch das druckgrafische Werk dieses Ausnahmekünstlers.

Zur Ausstellungseröffnung am 25.5.2014 um 17h

laden wir Sie herzlich ein.

Begrüßung durch Dr. Claudia Schaefer,

Leiterin der cubus kunsthalle, duisburg

Einführung durch Herrn Heinz Ess,

Sammler und Leihgeber der Exponate

cubus kunsthalle, duisburg

Friedrich-Wilhelm-Str. 64 (im Kantpark)

47051 Duisburg

mi-so 14-18h

Eintritt. 6,50€