Über/Sehen. Bildregime der Migration • 13.10.-12.11.2023

Titelbild


Ausstellungsinfo

Über/Sehen. Bildregime der Migration

cubus kunsthalle, duisburg

13.10.-12.11.2023

Informationen zur Ausstellungseröffnung finden Sie am Ende des Beitrags


Die Ausstellung Über/Sehen. Bildregime der Migration baut auf der Erkenntnis auf, dass Bilder von Migration und Flucht nie einfach nur Repräsentationen sind, sondern immer in bestimmten Kontexten mit bestimmten Absichten produziert werden. Sie entstand aus einer Initiative von Nina Schneider und Christine Unrau vom Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research an der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit Charlotte Püttmann vom interdisziplinären Gerhard Mercator-Graduiertenkolleg „Weltoffenheit, Toleranz und Gemeinsinn“ an der Universität Duisburg-Essen, Birgit Mersmann vom Kunsthistorischen Institut an der Universität Bonn sowie Joachim Baur vom Institut für Kunst und Materielle Kultur an der TU Dortmund. Die kuratorische Projektleitung hatte Elza Czarnowski inne. Die Ausstellung bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Kunst und gesellschaftlichem Diskurs. Dabei teilt das kuratorische Team seine transdisziplinären Forschungsergebnisse und tritt in einen Austausch mit einer Vielzahl anderer Perspektiven, etwa von Künstler*innen, Filmemacher*innen und Aktivist*innen.

Über/Sehen zeichnet einige Wege der Produktion, der Speicherung, der Zirkulation und des Handelns von Bildern nach, um immer noch vorherrschende eurozentrische Sichtweisen auf Flucht und Migration zu hinterfragen und neue Sichtweisen zu eröffnen. Ausgestellt werden über 50 Fotografien aus verschiedenen Genres sowie Filme, Illustrationen und künstlerische Installationen zum Thema. So wird ein Spektrum von Bildern der Migration abgedeckt, das dem historischen wie zeitgenössischen Spannungsfeld von Macht und Empowerment Rechnung trägt. Die Schau möchte einerseits Problematiken wie die Manipulation durch Bilder oder die Gefahr der Viktimisierung aufzeigen, andererseits Potentiale für gesellschaftliche und politische Gegenentwürfe in den Fokus rücken.

Die Ausstellung Über/Sehen. Bildregime der Migration wird durch ein Begleitprogramm aus Filmvorführungen, Podiumsgesprächen, Workshops und regelmäßig stattfindenden dialogischen Rundgängen ergänzt. News und nähere Informationen zum Programm finden Sie hier: https://rb.gy/tmz0w

Die Ausstellung wird im Rahmen des Käte Hamburger Kollegs/ Centre for Global Cooperation Research aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und unterstützt vom Gerhardt Mercator Graduiertenkolleg, Universität Duisburg-Essen.

Zur Ausstellungseröffnung laden wir Sie herzlich am Freitag, 13.10.2023 um 17:00 Uhr, in die cubus kunsthalle, duisburg, ein.


Informations-/Fortbildungstermin für Lehrer*innen

Am Mittwoch, den 18.10.2023 um 16:30 Uhr gibt es die Möglichkeit für interessierte Lehrer:innen, die Ausstellung zu besichtigen und weitere Informationen für mögliche Multiplikator:innen zu erhalten.

Bitte melden Sie sich hierfür bei Elza Czarnowski (czarnowski@gcr21.uni-due.de) an.

Stand 30.09.2023


Kurzbeschreibung „the list“

UNITED List of Refugee Deaths – kurz The List (dt.: „die Liste“) – ist ein fortlaufendes Projekt, das die Tausenden von Geflüchteten, Asylbewerber*innen und Migrant*innen ohne Papiere aufzeichnet, die seit 1993 auf der Suche nach Zuflucht in Europa gestorben sind. Die europäische Nichtregierungs-Organisation UNITED for Intercultural Action aktualisiert die Liste jährlich zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni. Sie umfasst heute mindestens 52.760 dokumentierte Todesfälle geflüchteter Menschen. Zehntausende weitere werden nie gefunden werden.

UNITED for Intercultural Action ist ein europäische Netzwerk gegen Nationalismus, Rassismus und Faschismus, zur Unterstützung von Migrant*innen, Geflüchteten und Minderheiten.

The List fasst Informationen darüber zusammen, wo, wann und unter welchen Umständen Menschen auf der Flucht gestorben sind. Zu allen Todesfällen werden weitere Unterlagen im Archiv aufbewahrt. Die Daten werden durch eigene Nachforschungen, Informationen von 550 Netzwerkorganisationen in 48 Ländern und von lokalen Expert*innen, Journalist*innen und Forscher*innen im Bereich Migration gesammelt. Zusammengefasst in der UNITED List of Refugee Deaths ergeben sie eine beeindruckende wie schockierende Auflistung.

The List wird außerdem seit Jahren in unregelmäßigen Abständen (anfangs in Zusammenarbeit mit der türkischen Künstlerin Banu Cennetoğlu) vervielfältigt und an öffentlichen Orten in der ganzen Welt installiert, darunter der Baseler Bahnhof, Plakatwände in Amsterdam, eine Wand in Los Angeles, Litfaßsäulen in Berlin, ein öffentlicher Bildschirm auf dem Dach des Marmara Pera Hotels in Istanbul, die Liverpool Biennale in Großbritannien etc. Im Rahmen der Ausstellung Über/Sehen. Bildregime der Migration wird die Liste im Herbst 2023 in Duisburg vor der cubus kunsthalle, gezeigt.

UNITED for Intercultural Action
UNITED List of Refugee Deaths (campaign ‘Fortress Europe No More Deaths’), 2023
.pdf-Datei, 98 Seiten

Infos und Kontakt: unitedagainstrefugeedeaths.eu – listofdeaths@unitedagainstracism.org

 


Partner:innen und beteiligte Institutionen

  • Käthe Hamburger Kolleg/GCR21, Universität Duisburg-Essen
  • Gerhardt Mercator Graduiertenkolleg, Universität Duisburg-Essen
  • Institut für Kunst und Materielle Kultur, TU Dortmund
  • Kunsthistorisches Institut, Universität Bonn

Zur Ausstellungseröffnung laden wir Sie herzlich am Freitag, 13.10.2023 um 17:00 Uhr, in die cubus kunsthalle, duisburg, ein.

Die Ausstellung geht von der Überzeugung aus, dass Bilder von Migration und Flucht nie einfach nur Repräsentationen sind, sondern immer in bestimmten Kontexten mit bestimmten Absichten produziert werden. Sie entstand aus verschiedenen Forschungsperspektiven an vier Universitäten (Käte Hamburger Kolleg/GCR21, UDE, Gerhardt Mercator Graduiertenkolleg, UDE, Institut für Kunst und Materielle Kultur, TU Dortmund und Kunsthistorisches Institut, Universität Bonn) und bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Kunst und gesellschaftlichem Diskurs. Dabei teilt das kuratorische Team seine interdisziplinären Forschungsergebnisse und tritt in einen prozessorientierten Dialog mit einer Vielzahl anderer Perspektiven, etwa von Künstler*innen, Filmemacher*innen, Aktivist*innen.

Über/Sehen zeichnet einige Wege der Produktion, der Speicherung, der Zirkulation und des Handelns von Bildern nach, um immer noch vorherrschende eurozentrische Sichtweisen auf Flucht und Migration zu hinterfragen und so neue Perspektiven zu eröffnen. Ausgestellt werden über 50 Fotografien aus verschiedenen Genres sowie Filme, Illustrationen und künstlerische Installationen. So wird ein Spektrum von Bildern der Migration abgedeckt, das dem Spannungsfeld von Macht und Empowerment Rechnung trägt. Es werden sowohl Problematiken wie die Gefahr der Viktimisierung als auch Potentiale für gesellschaftspolitische Visionen aufgezeigt.

Grußworte      Prof. Dr. Karen Shire
Prodekanin für Universitätskultur, Diversität und Internationales, Universität Duisburg-Essen (UDE)

                        Prof. Dr. Sigrid Quack
Direktorin Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research, UDE

Einführung      Elza Czarnowski
Kuratorisches Team, KHK/Centre for Global Cooperation Research, UDE



     

       

Marxlohland goes cubus kunsthalle – 21.09., 19:00 mit anschließendem Talk

Marxlohland goes cubus kunsthalle

21.09., 19:00 mit anschließendem Talk

– erfolgreiche Kinopremiere mit Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und im September in der cubus kunsthalle, duisburg

„Wo dieses Wir spürbar wird, merkt man in Marxloh.“

„Tief beeindruckt“.“ „Keine Über-Kommentare, kein erhobener Zeigefinger, ehrliche Stadtteilszenen.“ „Regt eine Diskussion an, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen.“ „Authentisch.“ „Ein Film, der nichts verschönt.“ „Starke Protagonisten.“ „Klasse Film.“ „Der einfühlsame Blick hat mich berührt.“ „Einfach klasse.“ „Berührender Film.“

Dies sind erste Stimmen zur Kinopremiere von Marxlohland am 14.11.22 im Duisburger Filmforum.

Vor einem ausverkauften Kinosaal vor knapp 150 Leuten lobte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) das Engagement der Filmemacherin und Regisseurin Stephanie Hajdamowicz und ihrem Team.

Dieser Film zeige eindeutig, dass Duisburg-Marxloh viel mehr sei, als von aussen wahrgenommen, so Bärbel Bas. Sie lobte den ganz besonderen Blick auf die Menschen und deren ehrenamtliches Engagement. Aber es sei auch wichtig, die Probleme aufzuzeigen. Das mache der Film. Mit Hinblick auf die ARD- Themenwoche „Wir gesucht!“ sagte die Bundestagspräsidentin: „Wo dieses Wir spürbar wird, merkt man in Marxloh.“ Und sie sei froh, dass der Dokumentarfilm ins normale Kinoprogramm kommt. Und auch außerhalb von Duisburg gezeigt wird.

Bereits im Oktober 2022 hatte die Filmemacherin ihren Dokumentarfilm den Marxloherinnen und Marxlohern bei einer Vor-Premiere gezeigt. Vor über 300 Menschen in der katholischen Kirche von Pater Oliver vom Petershof e.V. in Duisburg-Marxloh.

Der Dokumentarfilm wird auch in Schulen gezeigt. Sehr gute Resonanz gab es beispielsweise in der Leibnizgesamtschule in Duisburg. Dort hatten vor Weihnachten etwa 100 Jugendliche den Film gesehen und mit der Filmemacherin und einigen ihrer Protagonisten diskutiert.

Am 21. September 2023 wird Marxlohland in der cubus kunsthalle gezeigt. Ab 19 Uhr. Anschließend gibt es einen Talk mit der Filmemacherin und Regisseurin Stephanie Hajdamowicz, Moderator ist Heinz Flischikowski.

Vor und nach der Veranstaltung im Veranstaltungssaal können die Besucher die laufende Ausstellung mit Werken von Heinz Josef Klaßen „Vom Tanken und Leben im Ruhrgebiet“ besuchen. Der Eintritt beträgt 5 Euro, diese benötigen wir für die Technik und das zusätzliche Personal.

Grafik: Michael Ulle, Ein Film von Stephanie Hajdamowicz

Ina Buskens + Petra Müller Fototage face.to.face • fotosession@cubus kunsthalle duisburg • 02.07.-06.08.2023

Ina Buskens + Petra Müller

Fototage face.to.face

fotosession@cubus kunsthalle duisburg

02.07.-06.08.2023


Ina Buskens, 1958 in Antwerpen/Belgiengeboren bedient sich bei Ihren Portraits gerne der schwarz/weiß Fotografie. Diese kommt ihrem Spiel mit dem Kontrast und dem Schatten entgegen. Im Gegensatz zur farbigen Darstellung fokussiert die s/w Fotografie für sie das Wesentliche: den Menschen. Der Betrachter wird nicht durch zusätzliche Umgebungsfarben abgelenkt. Für Ina Buskens ist es ein großes Kompliment, wenn sich der Portraitierte in dem Portrait wieder erkennt und sagt: „JA, das bin ICH“.
Dazu ist es unbedingt notwendig, einen gegenseitigen Draht zueinander aufzubauen. Nur so kann die vertrauensvolle Atmosphäre entstehen, die ihre Bilder zu dem machen, was sie sind: Charakterportraits.

Petra Müller, 1968 in Dernbach geboren, liebt die spontane Natürlichkeit der Streetart Fotografie. Ob mittels der Farb- oder S/W Fotografie, Müller versucht immer das flüchtig präsente Wesentliche eines Gesichtes einzufangen. Dabei gelingen ihr manche Schnappschüsse in einem unbeobachteten Moment ihres Gegenübers.
Ihre Portraits sind authentisch und werden kaum durch nachträgliche Überarbeitungen verändert. Petra Müllers Ziel ist es, die Seele des Fotografierten einzufangen.
Ergänzend kann für sie dabei auch die Umgebung, der Ort, an dem die Fotografie entsteht, eine zusätzliche Rolle für das Portrait spielen.

Wer möchte nicht ein professionelles Portraitfoto von sich besitzen oder aber verschenken? Die Fototage in der cubus kunsthalle machen dies möglich! Beide Künstlerinnen freuen sich, wenn sich Besucher vor Ort in der Ausstellung fotografieren lassen. Sie sind sonntags vor Ort und vereinbaren darüber hinaus auch individuelle Termine. Die während der Ausstellung entstandenen Fotografien werden Teil der Ausstellung und diese sukzessive bis zum 06.08.2023 erweitern. Der Kostenbeitrag für diese Fotoaktion beträgt lediglich 30,00 €, nach der Ausstellung geht die Fotografie dann in den Besitz des Portraitierten über.


Heinz Josef Klaßen Vom Tanken und Leben im Ruhrgebiet • 13.08.-08.10.2023

Heinz Josef Klaßen – Vom Tanken und Leben im Ruhrgebiet • Malerei. Fotografie. Skulptur.

13.08.-08.10.2023

cubus kunsthalle, duisburg


Die erste Ausstellung von Bildern des Ruhrgebiets fand in der cubus Kunsthalle Duisburg im September 2020 unter schwierigen Umständen statt. Thematisiert wurde neben formalen Aspekten wie Technik, Bildaufbau und stilistische Einordnung besonders die optimistische Farbigkeit, die einen Gegensatz zum früheren Farbmodus des Schwarz- Weiß bildet. Diese besondere Farbigkeit wie auch das Verhältnis von Malerei und Fotografie zu einander ist weiterhin nachvollziehbar, doch das Jetzt ist für mich, der den dritten Krieg in Europa miterleben muss, auch in weiterer Hinsicht eine elementare Katastrophe. Kunst ist immer mehrwertig. Die in meinen Arbeiten schon früh angemahnte Achtsamkeit im Umgang mit dem Kulturgut des Menschen enthält in der Zuordnung meiner paradigmatischen Bildwelt in die Gruppierung entsprechender Problemfelder nicht nur einen entschiedenen Hinweis, sondern auch die Begründung für das Versagen. So ist auch der gewählte Titel durchaus doppelsinnig formuliert.

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 13. 08.2023 um 16:00 Uhr laden wir Sie herzlich ein.


Reiner Langer – 50 Jahre „Against War“ Ein Leben für den Frieden • 16.06 bis 06.08.23

Ina Buskens. Charakterportraits Im Kunstkabinett • 26.05.-25.06.2023

Ina Buskens. Charakterportraits

Im Kunstkabinett @cubus kunsthalle, duisburg

26.05.-25.06.2023


Liebe Freunde der cubus kunsthalle,
es geht weiter mit einer Ausstellung im Kunstkabinett, die sie neben den Ausstellungen „So ist das jetzt“ 100 Jahre Künstlerbung, Heinrich Strunk . NachlassAusstellung bei  freiem Eintritt besuchen können.
Wir freuen uns, Arbeiten der Fotografin Ina Buskens im cubusKabinett zeigen zu können. Unter dem Titel Charakterfotografien zeigt Buskens sch/weiß Portraits aus ihrer Serie Menschen. Immer sonntags steht die Künstlerin für Interessenten in der Ausstellung zur Verfügung, die sich fotografieren lassen möchten. Die vor Ort entstandenen Fotografien werden die Ausstellung sukzessive erweitern. Der Kostenbeitrag für diese Aktion beträgt 30,00 €, nach der Ausstellung geht die Fotografie in den Besitz des Portraitierten über.
Wir freuen uns ebenfalls darüber, wenn Sie im Zuge Ihres Besuchs im Hause auch an dem „Garten der Vergänglichkeit“ teilhaben, der u.a. das Konzept verfolgt, Kunst und Natur im Rahmen ihrer Vergänglichkeit in Einklang zu bringen.

Ina Buskens, 1958 in Antwerpen/Belgiengeboren kommt über Umwege, der Schweiz, Stuttgart und Reutlingen nach Duisburg und findet im Alter von 50 Jahren zur Fotografie. Zunächst interessiert sie sich für die Makrofotografie entdeckt aber -vor 10 Jahren durch ein prägendes Ereignis- ihre Leidenschaft zur Portraitfotografie.

Sie bedient sich bei Ihren Portraits gerne der schwarz/weiß Fotografie. Diese kommt ihrem Spiel mit dem Kontrast und dem Schatten entgegen. Im Gegensatz zur farbigen Darstellung fokussiert sie das Wesentliche: den Menschen. Der Betrachter wird nicht durch zusätzliche Umgebungsfarben abgelenkt.

Für die Fotografin ist es dabei immer sehr wichtig, dass der Portraitierte sich mit dem Abbild identifiziert, vielleicht auch Dinge in dem Portrait erkennt, die er vorher nicht so an sich gesehen hat.

Buskens Fotos kommen ungeschönt und ehrlich daher. Manchmal ein wenig zu ehrlich, wenn man an die eigenen Falten denkt, die man ja eher kaschieren und verbergen und nicht akzentuiert zu Schau gestellt sehen möchte. Man muss als portraitierte Person sich dieser ungeschönten Konfrontation stellen, diese künstlerische Sichtweise annehmen und diese auch dulden können, wenn man sich darauf einlässt, sich von Ina Buskens porträtieren zu lassen.

Für Ina Buskens ist es ein großes Kompliment, wenn sich der Portraitierte in dem Portrait wieder erkennt und sagt: „JA, das bin ICH“.

Dazu ist es unbedingt notwendig, einen gegenseitigen Draht zueinander aufzubauen. Nur so kann die vertrauensvolle Atmosphäre entstehen, die ihre Bilder zu dem machen, was sie sind: Charakterportraits.

Immer sonntags können Interessierte sich in der Ausstellung zu einem Kostenbeitrag i.H.v. 30 Euro portraitieren lassen und durch ihre Fotografien die Ausstellung wachsen lassen.


    

So ist das jetzt – 100 Jahre Duisburger Künstlerbund • 05.05.23 – 11.06 23 Ausstellungseröffnung um 19 Uhr in Kombination mit einer After-Show-Party „Art & Wine“

So ist das jetzt – 100 Jahre Duisburger Künstlerbund

Zum 100-jährigen Jubiläum des Duisburger Künstlerbunds wir laden wir Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 5. Mai 2023 um 19 Uhr in die cubus kunsthalle ein. Die Ausstellung umfasst Werke von allen 21 Mitgliedern:

Alexander Voß • Andrè Schweers • Andrea Bender • Barbara Deblitz • Britta Lauer • Elisabeth Höller • Eugen Schilke • Fee Brandenburg • Friederike Huft • Inke Boje • Joachim Poths • Klaus Florian • Michael Kiefer • Ralf Raßloff • Regine Strehlow-Lorenz • Roger Löcherbach • Sigird Beuting • Ulrike Walthemathe • Vera Herzogenrath • Walter Schernstein • Wolf Lipka


Zum dritten Mal gastiert der Duisburger Künstlerbund mit einer umfangreichen Ausstellung in der cubus kunsthalle, vom 05.05. bis 11.06.2023, anlässlich seines mittlerweile 100-Jährigen Bestehen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Feiern Sie mit uns und den Künstlern die Eröffnung der Ausstellung mit einem großen Künstlerfest in der cubus kunsthalle, duisburg und im cafe museum, in dem Sie ein Buffet erwartet.
Neben weiteren Ausstellungen und Aktionen mit verschiedenen Themenschwerpunkten im gesamten Stadtgebiet – es wird eine Performance, einen Kunstrundgang, ein Künstlergespräch, eine Podiumsdiskussion, einen Vortrag und Großplakate im öffentlichen Raum geben – erscheint auch ein einzigartiges Künstlerbuch!

Das Rahmenprogramm in der cubus kunsthalle:

Fr, 05.05.2023, 19:00 Uhr
  • Eröffnung
  • Begrüßung durch Dr. Claudia Schaefer, Direktorin der cubus kunsthalle
  • Grußworte der Stadt Duisburg durch Edeltraut Klabuhn, Bürgermeisterin der Stadt Duisburg
  • Einführung in die Ausstellung durch Roger Löcherbach, Vorsitzender des DKB
Es geht weiter mit einem großen Künstlerfest
Der Garten der Vergänglichkeit ist während des Festes ebenfalls geöffnet!
Zudem findet schon ab 18 Uhr im OG der cubus kunsthalle die erste Veranstaltung der neuen Reihe des cubus Even Teams statt: „Art&Wine“

Rahmenprogramm

  • Fr, 26.05.2023, 18:00 – 20:00 Uhr: Podiumsdiskussion
  • Sa, 03.06.2023, 15:00-16:30 Uhr: Kunst in Duisburg – Belastung oder Gewinn?
  • So, 04.06.2023, 15:00h: Duisburgs berühmte Frauen – Performance Inken Boyé


Diese Programmübersicht finden Sie aktuell mit Verlinkung zu

den Veranstaltungsorten auf unserer Homepage

www.duisburger-kuenstlerbund.de

Das Flüstern im Wald • 04 – 19 März 2023

Eine Rauminstallation von Klaus-Dieter Brüggenwerth, Angela Schmitz, Angelika Stienecke

Performance mit Greta Heuveldop: Sonntag, 19. März 15 Uhr

Vernissage: Samstag, 4. März 2023, 14 Uhr

„Ich überlege, mein Bauch entscheidet“ Heinrich Strunk – Nachlassausstellung • 14.05-11.06 23

Heinrich Strunk • 14.05 – 11.06 2023

Alle hinterlassenen Kunstwerke können durch eine Spende von 5-100 Euro erworben werden. 60% der Spenden fließen an die Duisburger Tafel.

Zur Ausstellungseröffnung laden wir Sie herzlich am Sonntag, dem 14.05 2023 um 15 Uhr in die cubus kunsthalle ein.


Zum Leben des Künstlers

Am 05.02.2023 fand das erste ernsthafte Gespräch mit Kai Toss über einen möglichen Ausstellungstermin für den gesamten Nachlass von Heinrich Strunk in der cubus kunsthalle statt. Am darauffolgenden Tag steht die Ausstellung fest: Anfang Mai bis zum 11.06.2023! Möglich gemacht haben dies Kai Toss und Heinrich Strunks langjähriger Freund und Nachlassverwalter Uwe Loss, der den Künstler bereits 1977 an der Duisburger Hochschule kennengelernt hat und der ihm bis zu seinem Tod und darüber hinaus verbunden ist.

Heinrich Strunk (1949 bis 2016) war ein leiser, sensibler Künstler, der das Rampenlicht eher scheute. Er arbeitete immer lieber im Verborgenen, in der Heimlichkeit seines Hinterhofateliers in Duisburg Neudorf. Dennoch konnte ich ihn manchmal davon überzeugen, am alljährlichen stattfindenden Kunstmarkt in der cubus kunsthalle teilzunehmen.

Wir freuen uns sehr darauf seinen Nachlass nun in großem Umfang zeigen zu können.

Heinrich Strunk, 1949 im oberschlesischen Zabrze geboren und mit 17 Jahren in die Bundesrepublik übergesiedelt, machte in den Jahren 1967 bis 1969 eine Ausbildung zum Lichtreklamehersteller. Von 1973 bis 1980 studierte er erst an der damaligen Duisburger Gesamthochschule „auf Lehramt“ und nach dem ersten Staatsexamen von 1982 bis 1990 dann Kommunikationsdesign an der Essener Universität. Anschließend machte er sich selbstständig und arbeitete fortan als freier Künstler. Strunks künstlerische Vorliebe galt der freien Malerei und der Zeichnung. Nach Aussage von Uwe Loss infolge einer Ausstellung im Duisburger SG1 war Strunk ein Vielarbeiter, „sehr produktiv und diszipliniert, was seine Kunst betraf.“ Das Machen war ihm dabei stets wichtiger, als das Ausstellen.

Anlässlich einer Ausstellung im Künstlerhaus an der Goldstraße, die kurz nach seinem Tod von Duisburger Künstlern organisiert wurde, schrieb Peter Klucken in der Rheinischen Post über ihn: “Strunk war kein Künstler, den man in eine Schublade stecken konnte. Wer die vielen kleinformatigen Bilder betrachtet, die nun im Künstlerhaus ausgestellt sind, wird bisweilen an Paul Klees scheinbar kindlich gemalten Werke erinnert, die es allerdings in sich haben. Auch bei Strunk, der ein Design-Studium absolviert hatte, stößt man erst bei genauerem Hinsehen auf das Hintergründige, nur scheinbar Naive.“

Strunk verbindet in seinem Malprozess immer das Innere mit dem Äußeren. Angeregt von der Einfachheit der Formensprache des Einzelnen zur Gesamtheit und Komplexität des Ganzen. Manche Bilder erinnern an Kinderzeichnungen, andere an Art Brut.  Dazu formulierte der Künstler folgendes: „Mit einem Auge nach Außen sehend, mit dem anderen nach Innen. Das Außenauge leitet das Gesehene nach Innen und schafft oft mächtig Eindruck. Mit dem Innenauge beobachte ich, wie sich der neue mit früher gesehenen Eindrücken verträgt, verbindet, korrespondiert, widerspricht oder partout nicht vertragen will. Über solche Paarungen, Abneigungen und Streitfälle, Verbindungsketten, Rhythmen und Kontrapunkte, harte Akzente und stille Umarmungen male ich Bilder.“

Die Ausstellung zeigt, dass der Umgang mit Künstlernachlässen noch nicht zufriedenstellend gelöst werden konnte. Die obwohl mehrere Vorstöße dazu landesweit und kommunal durch die Kulturbetriebe unternommen wurden. Für viele Hinterbliebene ist es eine bedeutende Aufgabe. Aber auch das sich Trennen und sich von den Arbeiten lösen ist ein langer Prozess. Manche Nachlässe werden bewahrt, landen in Kellern, viele aber auch auf dem Sperrmüll. Die Familie und Freunde von Heinrich Strunk gehen einen anderen Weg. Sie ermöglichen mit dieser Ausstellung, dass Heinrich Strunks Werke weiterleben und viele Menschen mit ihnen in Kontakt treten können. In der Ausstellung können die Werke gegen eine Spende von interessierten Freunden und Besuchern erworben werden. Für jeden ist eine Erinnerung oder ein Kennen- und Schätzenlernen erschwinglich, denn die Spenden fangen bei 5 € pro Din A 4 Arbeit an und sollten 100 € nicht überschreiten.

Bravo, so, wie ich Heinrich Strunk kennen lernen durfte, wäre dies ganz in seinem Sinne gewesen!


Gernot Schwarz

freischaffender Fotograf
1955 geboren in Duisburg Homberg
lebt und arbeitet seit 2011 in Duisburg Ruhrort
ist Gründer des „Ruhrorter Fotoclubs“, der Foto EDITION Ruhrort und des STUDIOS 37
Gernot Schwarz hat das, was einen guten Fotografen ausmacht. Er sieht Dinge, die andere nicht bemerken und weiß, diese in Szene zu setzen. Unbeirrbar und mit der Überzeugung die richtige Einstellung und den ultimativen Ausschnitt gewählt zu haben, drückt er oft unbemerkt und mit einer Sicherheit, die seines Gleichen sucht, auf den Auslöser. Jeder Schuss ist ein Treffer, der uns Betrachter mitten ins Herz trifft. Warum sieht dieser Fotograf mehr als die anderen sehen? Könnte man sich fragen. Doch mit dem Sehen ist es wie mit allen Dingen, man muss es ein Leben lang schulen und manche haben die Intuition und das Talent und andere lernen es nie. Nicht von ungefähr hat Gernot Schwarz den Namenszusatz „das Auge von Ruhrort“ erhalten. Just dieser Gernot Schwarz wurde von Kai Toss, dem Hauptinitiator der Heinrich Strunk NachlassAusstellung eingeladen, das Künstler Atelier zu besuchen – natürlich mit seiner Kamera. Und es gab kein Halten mehr. Schwarz fotografierte mit dem ihm eigenen Blick auf die Dinge alles, was ihm wichtig war. Hauptsächlich die kleinen, scheinbar unscheinbaren Dinge, in denen sich doch das Große widerspiegelt. So, wie im richtigen Leben.
Seine Farbfotografien hängen in der NachlassAusstellung gleichberechtigt neben den Malereien Heinrich Strunks und vermitteln die Authentizität des Künstlerateliers, in dem all die ausgestellten Werke entstanden sind. Zwei Ausstellungen in Einer, zwei Künstler, die sich nie persönlich kennengelernt haben, die sich aber in der außergewöhnlichen Atmosphäre des Ateliers nahegekommen sind.
Danke, Gernot für Deine wunderbaren Fotos.

        

CANTOS – Rainer Bergmann • 24.03-30.04. 2023

Zur Ausstellungseröffnung laden wir alle Interessierte am 24.03.2023 um 19:00 Uhr in die cubus kunsthalle ein, Frau Gisela Luther-Zimmer führt in die Ausstellung ein.

RABE – Rainer Bergmann

CANTOS

24.03. – 30.04.2023

Malen ist Ringen um neuen Ausdruck Anmerkungen zur Kunst von RABE Rainer Bergmann

Der 1943 in Tiengen/Hochrhein geborene RABE Rainer Bergmann ist ein sich ständig neu erfindender Künstler. Die cubus kunsthalle zeigt nun eine retrospektive Ausstellung, die RABE Bergmanns umfangreiches  und so unterschiedliches Werk würdigt.

Ausgebildet an der Kunstakademie Stuttgart schuf er zunächst Stahl- und bemalte Gipsplastiken, die an dünnen Drähten und Bändern aufgehängt wurden. Für den Studenten war die Staatsgalerie Stuttgart ein vielbesuchter Ort, und Oskar Schlemmer, Max Beckmann und Otto Dix waren die Künstler, mit denen sich RABE Bergmann auseinandersetzte. 1968 ging er als

Stipendiat der Studienstiftung an die Düsseldorfer Akademie, in die Stadt mit der damals bundesweit lebendigsten künstlerischen Szene. Seit dieser Zeit lebt RABE Bergmann als Maler und Bildhauer abwechselnd in Duisburg und Italien. Nach dem Umzug ins Ruhrgebiet entstanden zunächst narrative Objekte und Zeichnungen mit regionalen Bezügen. Parallel dazu auch großformatige Ölbilder, die in einer subjektiven Formensprache und surreal-realistischer Manier Themen aus dem Alltag aufgreifen. In ihnen spielt der Gegensatz zwischen seiner naturnah geprägten Heimat und dem industriell geprägten Wohnort Duisburg als Folie für erlebte Umbrüche und Widersprüche eine große Rolle. Veränderung sowohl im thematischen Bereich seiner Kunst wie in den technischen Möglichkeiten war RABE Bergmann immer ganz besonders wichtig. Es entstanden Zeichenserien und Ölkreideschabungen, die er „Blaupausen“ nennt. Danach arbeitete Bergmann wieder verstärkt als Bildhauer und schuf Arbeiten aus Betonguss, die mit gefundenen Artefakten verbunden werden. Ob bei Bildern, Zeichnungen oder Plastiken – immer sind RABE Bergmanns Arbeiten in einer charakteristischen subjektiven Formensprache ein prozesshaftes Befragen der Wirklichkeit. Das führt oft dazu, dass seine Werke ambivalente und wandlungsfähige Emotionen hervorrufen. Dass es RABE Bergmann immer wieder um den „Innenraum“ seiner Figuren geht, der vom Betrachter mit eigenen Erfahrungen abgeglichen werden kann, zeigen auch seine letzten Arbeiten. Bei ihnen handelt es sich um Zeichnungen und Monotypien. Sie sind teilweise sehr dunkel, ja schwarz gehalten und zeigen trotz vieler kleinteiliger Details einen spontanen, gestischen Duktus. Mit ganz reduzierten Mitteln spricht so eine ungeheure Kraft und Wucht aus diesen Blättern. Es ist in letzter Zeit viel Erinnertes, Kindheit, Jugend und Familie, was ihn beschäftigt. Diese autofiktionalen Darstellungen nutzt RABE Bergmann zur Rekonstruktion der eigenen Erinnerung und zur Auseinandersetzung mit der immer aktuellen Frage um die Essenz des Realismus in der Kunst. Trotz seines langen künstlerischen Arbeitens ist RABE Bergmann ein junger, suchender und kämpfender Künstler geblieben. Dabei geht es ihm immer um den kreativen Prozess, um neue Formulierungen bei maximaler Konzentration des Dargestellten ob in der Malerei, der Zeichnung oder der Bildhauerei. Wohin er führt, weiß man nicht. Das macht den Reiz und gleichzeitig auch die Schwierigkeit aus! Man darf gespannt sein, welche Inhalte und welche Technik RABE Bergmann in Zukunft umtreiben. (Gisela Luther-Zimmer)