Duisburger Akzente • Gudrun Möll: ARIADNE und der rote Faden • 15.03.2024 bis 07.04.2024

Frauen zeigen Gesicht • 28.01.24 – 10.03.24 in der cubus kunsthalle

duisburg.echt.sozial

Sie entscheiden!

Liebe Interessierte,

zu unseren Angeboten im Rahmen von „duisburg.echt.sozial“ heißen wir Sie herzlich willkommen.

Diese Angebote richten sich in erster Linie an Menschen, die man umgangssprachlich als „arm“, „bedürftig“ oder „sozial schwach“ bezeichnen würde. An Menschen also, die nur über ein geringes oder gar kein Einkommen verfügen.

Selbstverständlich kann Sie jede Person nutzen, die uns freundlich entgegentritt. Wir bringen Sie nicht in die unangenehme Situation, uns den Grad Ihrer „Bedürftigkeit“ erklären oder gar nachweisen zu müssen.

Wir fragen Sie nicht nach Ihrem Einkommen, aber wir sehen Ihnen dieses auch nicht an der Nase an.

Wir möchten Gemeinsamkeit ermöglichen und dabei steht für uns der Mensch im Mittelpunkt, egal ob er viel, wenig oder gar nichts besitzt.

Und dennoch möchten wir vor allem Menschen erreichen, denen unser Angebot eine wirkliche Unterstützung sein kann.

Entscheiden Sie bitte daher selbst, ob und in welcher Form Sie unser Angebot nutzen möchten. Uns sind Sie in jeder Hinsicht willkommen. Und falls Sie zu den Glücklichen gehören sollten, die eher „viel“ haben, dann sind wir dankbar, wenn Sie die Teilnahme an unserem Projekt mit Ihrer Spende unterstützen.

Ihr Team von duisburg.echt.sozial


Projekte in Kooperation mit der cubus kunsthalle

 

Weitere Projekte finden Sie auf der Homepage von duisburg ist echt sozial

Direkten Kontakt zu der Organisation erhalten Sie auch unter: post@stadtraummuseum.de oder per Post unter:

duisburg.echt.sozial.
c/o StadtRaumMuseum e.V.
Bahnhofstr. 157
47137 Duisburg

Voices in Transit: Non-fiction Films on Migration and Mobility – Ein Filmprogramm zur Ausstellung Über/Sehen. Bildregime der Migration

Voices in Transit:

Non-fiction Films on Migration and Mobility

Ein Filmprogramm zur Ausstellung
Über/Sehen. Bildregime der Migration

A Film Program for the Exhibition
Over/Looked. Visual Regimes of (Forced) Migration

Curated by Pinar Asan

Titelbild @ Georg Lukas – KHK


DE

Das Filmprogramm „Voices in Transit: Nonfiction Films on Migration and Mobility“ zur Ausstellung „Über/Sehen: Bildregime der Migration“ begibt sich auf eine Reise, um die komplexen und vielschichtigen Erfahrungen von Migrationsbewegungen zu erkunden. Sie zielt darauf ab, traditionelle Darstellungsnormen und die Vereinfachung binärer Perspektiven auf Migration zu überwinden, indem sie zehn nicht-fiktionale Filme präsentiert, die verschiedene geografische Regionen umfassen, darunter Europa, Nordamerika, den Nahen Osten, Nordafrika und Asien, um globale Erzählungen von Menschen und Nicht-Menschen zu beleuchten. Das Programm beleuchtet die Reisen, Kämpfe, Triumphe und die Widerstandsfähigkeit von Individuen und Gemeinschaften, die sich durch verschiedene Regionen, Grenzen, Kulturen und Identitäten bewegen, um ein tieferes Verständnis für die unzähligen Kontexte der Migration und des transformativen Dialogs zu ermöglichen.

Die ausgewählten Werke behandeln Migrationsbewegungen nicht als isolierte Ereignisse in einer statischen Welt, sondern als fortlaufende, wiederkehrende Prozesse in einer von Natur aus dynamischen und sich ständig verändernden Welt. Auf diese Weise rücken sie die geografischen, kulturellen und physischen Entfernungen zwischen Ländern und Körpern in den Mittelpunkt und machen sie mit den Kapazitäten, Strategien und Taktiken der Bewegtbildkunst transparent, verhandelbar und sichtbar.

Ausstellung und Begleitprogramm finden in Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM) der Universität Duisburg-Essen statt.

Die Ausstellung wird im Rahmen des Käte Hamburger Kollegs / Center for Global Cooperation Research aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und unterstützt vom Gerhard Mercator Graduiertenkolleg, Universität Duisburg-Essen.

EN

The film programme “Voices in Transit: Non-fiction Films on Migration and Mobility” for the exhibition „Over/Looked: Visual Regimes of (Forced) Migration“ embarks on a journey to explore the complex and multifaceted experiences of migratory movements. It aims to transcend traditional norms of representation and the oversimplification of binary perspectives on migration by presenting ten non-fiction films that span various geographical regions, including Europe, North America, the Middle East, North Africa, and Asia to illuminate global narratives of both humans and non-humans. The program highlights the journeys, struggles, triumphs and resilience of individuals and communities as they navigate different regions, borders, cultures, and identities to facilitate a deeper understanding of the myriad contexts of migration and transformative dialogue.

Selected works do not treat migratory movements as isolated events in a static world but as ongoing, recurring processes in an inherently dynamic and ever-changing world. In doing so, they bring the geographical, cultural, and physical distances between lands, countries, and bodies into focus, making them transparent, negotiable, and visible with the capacities, strategies, and tactics of the moving image art.

In this context, with this curated programme, we invite viewers to rethink migration as a performative aspect of our shared culture that already goes beyond a dualistic understanding of the world and the diverse forms of mobilities in it and explore the works embodying strong ethical, aesthetical, and political stances and positionings.

The exhibition and accompanying program take place in cooperation with the Interdisciplinary Centre for Integration and Migration Research (InZentIM) at the University of Duisburg-Essen.

The exhibition is funded by the Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research with support from the Federal Ministry of Education and Research (BMBF) and the Gerhard Mercator Graduate School, University of Duisburg-Essen.


Programmübersicht – Program overview
  1. Sonntag, 15. Oktober 2023 16:00 Uhr – cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG) Sahara Chronicle, 2009″ (Dauer: 99 Min ; Sprache: Englisch, Französisch mit englischen Untertiteln)
  2. Donnerstag, 19. Oktober 2023 18:00 Uhr – cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG) I Flew You Stayed, 2012″ (Dauer: 80 Min; Sprache: Kurdisch, Türkisch mit englischen Untertiteln)
  3. Sonntag, 22. Oktober 2023 16:00 Uhr – cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG) – 18:00 Uhr Künstlerinnengespräch mit Bahila Hijazi, eine der Protagonistinnen des FilmsTHE STORY WON`T DIE, 2021″ (Dauer: 83 Min; Sprache: Englisch mit englischen Untertiteln)
  4. Donnerstag, 26. Oktober 2023 18:00 Uhr – cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG) The Journey, 2006″ (Dauer: 41 Min; Sprache: Französisch mit englischen Untertiteln)

  5. Sonntag, 29. Oktober 2023 16:00 Uhr – cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG) El Mar La Mar, 2017″ (Dauer: 94 Min; Sprache: Englisch, Spanisch mit englischen Untertiteln)

  6. Donnerstag, 2. November 2023 18:00 Uhr – cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG) Nine Muses, 2010″ (Dauer: 90 Min; Sprache: Englisch mit englischen Untertiteln)

  7. Samstag, 4. November 2023 16:00 Uhr – cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG) – 17:30 Uhr Diskussion mit der Regisseurin Anna BrassLeaving Greece, 2013″ (Dauer: 80 Min; Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln)

  8. Donnerstag, 9. November 2023 18:00 Uhr – cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG) 69 Minutes of 89 Days, 2017″ (Dauer: 70 Min; Sprache: Arabisch mit englischen Untertiteln)

  9. Samstag, 11. November 2023 16:00 Uhr – cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG) The Last Train Home, 2009″ (Dauer: 85 Min; Sprache: Mandarin mit englischen Untertiteln)

  10. Sonntag, 19. November 2023 18:00 Uhr – cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)- 19:30 Uhr: Diskussion mit dem Regisseur Can CandanDuvarlar – Mauern – Walls, 2000″ (Dauer: 83 Min; Sprache: Türkisch, Englisch, Deutsch mit deutschen Untertiteln)


Sonntag, 15. Oktober 2023

16:00 Uhr

cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)

 

Sahara Chronicle, 2009

Dauer: 99 Min.
Sprache: Englisch, Französisch mit englischen Untertiteln

DE

Sahara Chronicle unter der Regie von Ursula Biemann umfasst eine unbestimmte Anzahl von Kurzvideos, die den gegenwärtigen Exodus aus der Subsahara nach Europa dokumentieren. Das Projekt nimmt die Modalitäten und die Logistik des Migrationssystems in der Sahara unter die Lupe und untersucht die Politik der Mobilität, der Sichtbarkeit und der Eindämmung, die im Mittelpunkt der aktuellen globalen Geopolitik stehen. Das Material wurde auf drei Exkursionen zu den wichtigsten Toren und Knotenpunkten des transsaharischen Netzwerks in Marokko, Mauretanien und Niger gesammelt. Diese Geschichten werden nicht durch eine Erzählstimme zusammengehalten. Die Bedeutung muss aus den Zwischenräumen zwischen den Dokumenten entnommen werden, aus dem Teil der Reise, der für das Auge fast unsichtbar ist.

EN

Directed by Ursula Biemann, Sahara Chronicle encompasses an undefined number of short videos documenting the present sub-Saharan exodus towards Europe. Taking a close look at the modalities and logistics of the migration system in the Sahara, the project examines the politics of mobility, visibility and containment which lie at the heart of current global geopolitics. The material is gathered during three field trips to major gates and nodes of the trans-Saharan network in Morocco, Mauritania and Niger where migratory intensity is bundled. No voice-over narrative strings these stories together. Meaning has to be extracted from the interstices between the documents, from the stretch of the journey that is almost invisible to the eye.


Donnerstag, 19. Oktober 2023

18:00 Uhr

cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)

– 

I Flew You Stayed, 2012

Dauer: 80 Min.

Sprache: Kurdisch, Türkisch mit englischen Untertiteln

DE
Der erste abendfüllende Dokumentarfilm von Mizgin Müjde Arslan, I Flew, You Stayed, ist eine Geschichte von Konfrontation und Versöhnung. Der Film befasst sich mit der kurdischen Frage in der Türkei und nimmt Betrachter*innen mit auf eine komplexe, konfliktreiche und realistische Reise mit einer jungen Frau auf der Suche nach ihrem Vater, der sich kurz nach ihrer Geburt der kurdischen Guerillabewegung angeschlossen hat. Sie hat ihren Vater nie gesehen und erfuhr von seinem Tod im Alter von 17 Jahren. Es war verboten, über ihn zu sprechen, zuerst zu Hause und dann in der Gesellschaft. Er ist der Teil von ihr, der schweigt, aber immer schmerzt. I Flew You Stayed erzählt die Geschichte von Mizgin Müjde Arslan, der Regisseurin des Films, die zunächst ihre Kindheit in Mardin nachzeichnet und dann 2009 auf der Suche nach ihrem Vater in das Mahmur-Flüchtlingslager reist. Die Realität der Kamera kann ein Weg sein, den Hass aufzugeben, das Schweigen in eine Stimme zu verwandeln, sich zu stellen, anstatt wegzulaufen, Frieden zu schließen.

EN

The first feature-length documentary of Mizgin Müjde Arslan, I Flew, You Stayed is a story of confrontation and reconciliation. Looking at the Kurdish question in Turkey, the film takes us on a complex, conflicted, and realistic journey with a young woman searching for her father who joined the Kurdish guerrilla movement shortly after her birth. She has never seen her father and learned of his death at the age of 17. It was forbidden to talk about him, first at home and then by society. He is the part of her that is silent but always hurts. I Flew You Stayed tells the story of Mizgin Müjde Arslan, the director of the film, who first traces her childhood in Mardin and then travels to the Mahmur Refugee Camp in 2009 in search of her father. The reality of the camera can be a way to give up hatred, to turn silence into voice, to confront instead of running away, and to make peace.


Sonntag, 22. Oktober 2023

16:00 Uhr

cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)

18:00 Uhr Künstlerinnengespräch mit Bahila Hijazi, eine der Protagonistinnen des Films

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THE STORY WON`T DIE, 2021

Dauer: 83 Min.

Sprache: Englisch mit englischen Untertiteln

DE
THE STORY WON`T DIE ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2021 unter der Regie von David Henry Gerson. Der Film folgt einer Gruppe junger syrischer Künstler, die mit ihrer Kunst gegen den syrischen Krieg protestieren und ihn verarbeiten. Jeder der Künstler hat seine eigene Geschichte und seine ganz eigene Art, sich auszudrücken. Sie alle haben ein gemeinsames Ziel: mit ihrer Kunst die Geschichte des syrischen Kriegs zu erzählen und den Stimmlosen eine Stimme zu geben. Der Film begleitet die Künstler auf ihrer Reise durch Syrien und den Nahen Osten, um ihre Kunst mit der Welt zu teilen. Sie treten bei Konzerten auf, stellen ihre Werke in Galerien aus und zeigen ihre Filme auf Festivals. Ihre Kunst ist kraftvoll und bewegend und hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für den syrischen Krieg und die Notlage des syrischen Volkes zu schärfen. The Story Won’t Die hat auch mehrere Preise gewonnen, darunter den Preis für die beste Regie beim Doc LA Film Festival und den Preis für den besten Spielfilm beim FIC-Autor Guadalajara.

EN

THE STORY WON`T DIE is a 2021 documentary film directed by David Henry Gerson. The film follows a group of young Syrian artists who use their art to protest and process the Syrian war. Each of the artists has their own unique story and their way of expressing themselves. But they all share a common goal: to use their art to tell the story of the war and to give a voice to the voiceless. The film follows the artists as they travel around Syria and the Middle East, sharing their art with the world. They perform at concerts, exhibit their work in galleries, and screen their films at festivals. Their art is powerful and moving, and it has helped to raise awareness of the Syrian war and the plight of the Syrian people. The Story Won’t Die has also won several awards, including the Best Director award at the Doc LA Film Festival and the Best Feature Doc award at the FIC Autor Guadalajara.

At 18:00 There will be an artist talk by Bahila Hijazi who is one of the protagonist artists in the documentary.


Donnerstag, 26. Oktober 2023

18:00 Uhr

cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)

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The Journey, 2006

Dauer: 41 Min.

Sprache: Französisch mit englischen Untertiteln

DE

The Journey ist ein Dokumentarfilm, in dem die Künstlerin und Filmemacherin Lamia Joreige ihre Großmutter Tati Rose begleitet, die ihre Lebensgeschichte und die Geschichte ihrer Familie erzählt, die mit der Geschichte des Nahen Ostens verwoben ist. Tati Rose wurde 1910 in Jerusalem geboren und wuchs in einer christlichen Familie auf. Sie erinnert sich an eine Zeit, in der Jerusalem eine friedliche Stadt war, in der Menschen aller Religionen in Harmonie zusammenlebten, auch wenn der Konflikt im Nahen Osten Auswirkungen auf Tati Roses Leben und das ihrer Familie hatte. Im Jahr 1948 waren Tati Rose und ihre Familie gezwungen, während des arabisch-israelischen Krieges aus Jerusalem zu fliehen. Sie wurden Flüchtlinge im Libanon, wo sie viele Jahre lang in Armut lebten. Joreige verwendet eine Vielzahl von Techniken, um die Geschichte ihrer Großmutter zu erzählen. Sie mischt Interviews mit Archivmaterial, Heimvideos und Fotos. Sie lässt auch ihre eigene Stimme im Film zu Wort kommen und reflektiert über ihre Beziehung zu ihrer Großmutter und ihre eigene Identität als Palästinenserin. Der Film wurde auf zahlreichen Filmfestivals in der ganzen Welt gezeigt und hat mehrere Preise gewonnen, darunter den Großen Preis der Jury beim Dubai International Film Festival und den Preis für den besten Dokumentarfilm beim Torino Film Festival.

EN

The Journey is a documentary film directed by the artist and the film-maker Lamia Joreige following her grandmother, Tati Rose, as she recounts her life story and the history of her family, which is intertwined with the history of the Middle East. Tati Rose was born in 1910 in Jerusalem, and she grew up in a Christian family. She remembers a time when Jerusalem was a peaceful city where people of all religions lived together in harmony although the conflict in the Middle East has impacted Tati Rose’s life and the lives of her family. In 1948, Tati Rose and her family were forced to flee Jerusalem during the Arab-Israeli War. They became refugees in Lebanon, where they lived in poverty for many years. Joreige uses a variety of techniques to tell her grandmother’s story. She mixes interviews with archival footage, home movies, and photographs. She also includes her voice in the film, reflecting on her relationship with her grandmother and her own identity as a Palestinian woman. The film has been screened at numerous film festivals around the world, and it has won several awards, including the Grand Jury Prize at the Dubai International Film Festival and the Best Documentary Feature award at the Torino Film Festival.


Sonntag, 29. Oktober 2023

16:00 Uhr

cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)

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El Mar La Mar, 2017

Dauer: 94 Min.

Sprache: Englisch, Spanisch mit englischen Untertiteln

DE

El Mar La Mar ist ein visuell beeindruckender und zum Nachdenken anregender Dokumentarfilm unter der Regie von Joshua Bonnetta und J.P. Sniadecki. Der Film bietet eine einzigartige und eindringliche Erkundung der Grenzregion zwischen den USA und Mexiko. Er konzentriert sich auf die Erfahrungen von Migranten*innen, Grenzschutzbeamt*innen und die karge und unerbittliche Landschaft, die sie durchqueren. Der Film bietet einen intimen und meditativen Blick auf das Leben an der Grenze zwischen den USA und Mexiko, einem Ort, der nicht nur durch politische und soziale Probleme, sondern auch durch seine raue und unbarmherzige natürliche Umgebung geprägt ist. Anstatt sich auf eine traditionelle Erzählung zu verlassen, präsentiert El Mar La Mar eine Reihe von Skizzen und Momenten, die gemeinsam die Erfahrungen derjenigen vermitteln, die im Grenzgebiet leben, arbeiten und es durchqueren.  Joshua Bonnetta ist Filmemacher und Künstler, der für seine experimentelle und immersive Herangehensweise an das Dokumentarfilmen bekannt ist. Für El Mar La Mar arbeitete er mit J.P. Sniadecki zusammen und erweckte ihre unverwechselbare filmische Vision zum Leben. Der Film wird für seine atemberaubende Kameraführung und sein einzigartiges Sounddesign gefeiert, das den Zuschauer in die sinnliche Erfahrung des Grenzlandes eintauchen lässt. Er wurde von der Kritik für seine künstlerischen und erzählerischen Verdienste gelobt.

EN

El Mar La Mar is a visually stunning and thought-provoking documentary film directed by Joshua Bonnetta and J.P. Sniadecki. That offers a unique and immersive exploration of the U.S.-Mexico border region, focusing on the experiences of migrants, border patrol agents, and the stark and unforgiving landscape they traverse. The film provides an intimate and meditative look at life along the U.S.-Mexico border, a place defined not only by political and social issues but also by its harsh, unforgiving natural environment. Rather than relying on traditional narrative storytelling, El Mar La Mar presents a series of vignettes and moments that collectively convey the experiences of those who live, work, and pass through the borderlands.

Joshua Bonnetta is a filmmaker and artist known for his experimental and immersive approach to documentary filmmaking. He collaborated with J.P. Sniadecki to create El Mar La Mar, bringing their distinctive cinematic vision to life. The film is celebrated for its breathtaking cinematography and unique sound design, which immerses viewers in the sensory experience of the borderlands. It received critical acclaim for its artistic and storytelling merits.


Donnerstag, 2. November 2023

18:00 Uhr

cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)

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Nine Muses, 2010

Dauer: 90 Min.

Sprache: Englisch mit englischen Untertiteln

DE

Der Dokumentarfilm Nine Muses des renommierten Künstlers und Filmemachers John Akomfrah ist eine visuell fesselnde und zum Nachdenken anregende Erkundung der Erfahrungen von Einwanderern im Großbritannien der Nachkriegszeit. Der Film ist nach den neun mythologischen griechischen Musen benannt, die jeweils für eine andere Form der künstlerischen Inspiration stehen. Der Film webt einen Teppich aus Archivmaterial, atemberaubenden Landschaften und poetischen Erzählungen, um die Reise der Immigrant*innen zu reflektieren, die Mitte des 20. Jahrhunderts aus dem Commonwealth nach Großbritannien kamen. Akomfrah verwendet Homers „Odyssee“ als erzählerischen Rahmen und zieht Parallelen zwischen den Themen des Epos, die sich mit der Wanderschaft und der Rückkehr befassen, und den Erfahrungen dieser Einwander*innen die auf der Suche nach einem besseren Leben in ein fremdes Land kamen. Der Dokumentarfilm ist in neun Kapitel unterteilt, die jeweils einer der Musen zugeordnet sind. Durch eine Kombination aus historischem Filmmaterial, Interviews und wunderschön gedrehten zeitgenössischen Szenen schafft Akomfrah eine lyrische und eindrucksvolle Erzählung, die Zeit und Ort übersteigt. Er untersucht die Herausforderungen, mit denen die Menschen konfrontiert waren, die kulturellen Konflikte, denen sie begegneten, und wie ihre Geschichten zu einer umfassenderen Darstellung des postkolonialen Großbritanniens beitragen.

EN

Acclaimed artist and filmmaker John Akomfrah’s documentary film Nine Muses is a visually captivating and thought-provoking exploration of the immigrant experience in post-war Britain. The film takes its name from the nine mythological Greek muses, each representing a different form of artistic inspiration. The film weaves together a rich tapestry of archival footage, stunning landscapes, and poetic narration to reflect on the journeys of immigrants who arrived in Britain from the Commonwealth in the mid-20th century. Akomfrah uses Homer’s „The Odyssey“ as a narrative framework, drawing parallels between the epic poem’s themes of wandering and return and the experiences of these immigrants who came to a foreign land in search of a better life. The documentary is divided into nine chapters, each corresponding to one of the muses. Through a combination of historical footage, interviews, and beautifully shot contemporary scenes, Akomfrah creates a lyrical and evocative narrative that transcends time and place. He explores the challenges faced by these humans, the cultural clashes they encountered, and how their stories contribute to the broader narrative of post-colonial Britain.


Samstag, 4. November 2023

16:00 Uhr

cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)

17:30 Uhr Diskussion mit der Regisseurin Anna Brass

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Leaving Greece, 2013

Dauer: 80 Min.

Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln

DE

Leaving Greece ist ein Dokumentarfilm von Anna Brass aus dem Jahr 2013, der die drei afghanischen Geflüchteten Hossein, Reza und Kaka bei ihrem Versuch begleitet, Griechenland zu verlassen, um ein anderes europäisches Land zu erreichen und ein rechtmäßiges Asylverfahren zu durchlaufen. Der Film beginnt damit, dass sich die drei Freunde in einem Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos treffen. Sie alle sind vor dem Krieg in Afghanistan geflohen und sitzen nun in Griechenland fest, das mit der großen Zahl von Geflüchteten, die ins Land kommen, überfordert ist.

Leaving Greece ist ein komplexer und vielschichtiger Film, der die Erfahrung von Geflüchteten aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Brass interviewt die drei jungen Männer sowie andere Geflüchtete, Schmuggler und humanitäre Helfer*innen, filmt aber auch die schwierige und gefährliche Reise, die die Geflüchteten bei ihrem Versuch, Griechenland zu verlassen, unternehmen. Der Film beleuchtet nicht nur die politischen und sozialen Fragen im Zusammenhang mit der ‚Flüchtlingskrise‘, sondern zeigt auch, wie die Grenzpolitik der Europäischen Union es den Menschen zunehmend erschwert, in Sicherheit zu gelangen.

EN

Leaving Greece is a 2013 documentary film directed by Anna Brass following three Afghan refugees, Hossein, Reza, and Kaka, as they try to leave Greece to reach another European country and pass through a rightful asylum procedure. The film begins with the three friends meeting in a refugee camp on the island of Lesbos. They have all fled Afghanistan due to the war and are now stranded in Greece, which is unable to cope with the large number of refugees arriving in the country.

Leaving Greece is a complex and multi-layered film that explores the refugee experience from a variety of perspectives. Brass interviews the three young men, as well as other refugees, smugglers, and humanitarian workers but also films the difficult and dangerous journey that the refugees make as they try to leave Greece. The film not only explores the political and social issues surrounding the refugee crisis but also shows how the European Union’s border policies have made it increasingly difficult for people to reach safety.

At 17:30 There will be a discussion with the director Anna Brass.


Donnerstag, 9. November 2023

18:00 Uhr

cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)

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69 Minutes of 89 Days, 2017

Dauer: 70 Min.

Sprache: Arabisch mit englischen Untertiteln

DE
69 Minutes of 89 Days ist ein Dokumentarfilm von Egil Håskjold Larsen aus dem Jahr 2017. Der Film beginnt in Syrien, wo Lean und ihre Familie aufgrund des Krieges gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie machen sich auf den Weg in den Libanon, wo sie mehrere Monate lang in einem Flüchtlingslager leben. Sie beschließen, auf der Suche nach einem besseren Leben die gefährliche Reise nach Europa zu wagen, die sie nach Norwegen führt. Der Dokumentarfilm ist ein starkes und bewegendes Werk, das eine einzigartige Perspektive auf die Erfahrung von Geflüchteten bietet. Er erinnert an die menschlichen Kosten des Krieges und an die Unverwüstlichkeit des menschlichen Geistes. Neben der persönlichen Geschichte der Familie geht der Film auch auf die umfassenderen sozialen und politischen Fragen im Zusammenhang mit der ‚Flüchtlingskrise‘ ein.

EN

69 Minutes of 89 Days is a 2017 documentary directed by Egil Håskjold. The film begins in Syria, where Lean and her family are forced to flee their home due to the war. They make their way to Lebanon, where they live in a refugee camp for several months. Eventually, they decide to risk the dangerous journey to Europe in search of a better life which leads them to Norway. The documentary is a powerful and moving work that offers a unique perspective on the refugee experience. It is a reminder of the human cost of war and the resilience of the human spirit. In addition to the family’s personal story, the film also explores the broader social and political issues surrounding the refugee crisis.


Samstag, 11. November 2023

16:00 Uhr

cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)

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The Last Train Home, 2009

Dauer: 85 Min.

Sprache: Mandarin mit englischen Untertiteln

DE

The Last Train Home ist ein kanadischer Dokumentarfilm unter der Regie von Lixin Fan, der ein junges Paar, Zhang Changhua und Zhang Changhui, auf ihrer Reise von Guangzhou in ihr Heimatdorf in der Provinz Sichuan zum chinesischen Neujahrsfest begleitet. Jedes Jahr im Frühling versinken Chinas Städte im Chaos, wenn 130 Millionen Wanderarbeiter*innen zum Neujahrsfest in ihre Heimatdörfer reisen. Dieser Massenexodus ist die größte Völkerwanderung der Welt – ein episches Spektakel, das ein Land zeigt, das auf tragische Weise zwischen seiner ländlichen Vergangenheit und seiner industriellen Zukunft gefangen ist. In klassischer Verité-Manier reist Lixin Fan über mehrere Jahre hinweg mit einem Paar, das sich seit fast zwei Jahrzehnten auf diesen jährlichen Treck begibt. The Last Train bietet eine einzigartige Perspektive auf das Leben der chinesischen Wanderarbeiter*innen und untersucht deren allgemeine soziale und wirtschaftliche Probleme.

EN

The Last Train Home is a Canadian documentary film directed by Lixin Fan that follows a young couple, Zhang Changhua and Zhang Changhui, as they travel from Guangzhou to their home village in Sichuan province for the Chinese New Year holiday. Every spring, China’s cities are plunged into chaos as 130 million migrant workers journey to their home villages for the New Year’s holiday. This mass exodus is the world’s largest human migration—an epic spectacle that reveals a country tragically caught between its rural past and industrial future. Working over several years in classic verité style Lixin Fan travels with one couple who have embarked on this annual trek for almost two decades. The Last Train offers a unique perspective on the lives of China’s migrant workers and explores the broader social and economic issues surrounding China’s migrant worker population.


Sonntag, 19. November 2023

18:00 Uhr

cubus kunsthalle, Veranstaltungsraum (1.OG)

19:30 Uhr: Diskussion mit dem Regisseur Can Candan

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Duvarlar – Mauern – Walls, 2000

Dauer: 83 Min.

Sprache: Türkisch, Englisch, Deutsch mit deutschen Untertiteln

DE

Duvarlar – Mauern – Walls ist ein Dokumentarfilm von Can Candan aus dem Jahr 2000, der sich mit den Erfahrungen türkischer Einwander*innen in Berlin, Deutschland, nach dem Fall der Berliner Mauer beschäftigt. Als 1989 die Berliner Mauer fiel, hofften viele türkische Einwander*innen, dass sich ihr Leben verbessern würde. Sie mussten jedoch bald feststellen, dass die Wiedervereinigung Deutschlands neue Herausforderungen mit sich bringen würde. Die deutsche Wirtschaft hatte zu kämpfen, und die Arbeitslosigkeit war hoch. Türk*innen waren oft die ersten, die entlassen wurden. Der Film folgt Mehmet, Ayşe und anderen türkischen Einwander*innen in Berlin, wie sie ihr Leben in einem neuen Land meistern, das mit vielen Herausforderungen konfrontiert ist, darunter Diskriminierung, Arbeitslosigkeit und Sprachbarrieren. Aber sie sind auch entschlossen, eine bessere Zukunft für sich und ihre Familien aufzubauen. Can Candan nutzt eine Vielzahl von Techniken, um die Geschichten der türkischen Einwander*innen in Berlin zu erzählen, indem er Interviews mit Archivmaterial, Heimvideos und Fotos mischt. Mauern ist ein kraftvoller und bewegender Film, der eine einzigartige Perspektive auf die Erfahrungen der türkischen Menschenin Deutschland bietet. Es ist auch ein Film über die Bedeutung von Heimat, Familie und Gemeinschaft.

EN

Duvarlar – Mauern – Walls is a documentary film directed by Can Candan in 2000 and explores the experiences of Turkish immigrants in Berlin, Germany, after the fall of the Berlin Wall. When the Berlin Wall fell in 1989, many Turkish immigrants hoped that their lives would improve. But they soon realized that the reunification of Germany would bring new challenges. The German economy was struggling, and unemployment was high. Turkish immigrants were often the first to be laid off. The film follows Mehmet, Ayşe, and other Turkish immigrants in Berlin as they navigate their lives in a new country facing many challenges, including discrimination, unemployment, and language barriers. But they are also determined to build a better future for themselves and their families. Can Candan, uses a variety of techniques to tell the stories of the Turkish immigrants in Berlin mixing interviews with archival footage, home movies, and photographs. Mauern-Duvarlar- Walls is a powerful and moving film that offers a unique perspective on the experiences of Turkish immigrants in Germany. It is also a film about the importance of home, family, and community.

At 19:30 There will be a discussion with the director Can Candan.


                    


 

Kunstmarkt 23/24 • 24.11.23 – 21.01.24

Kunstmarkt 23

24.11.23 bis 21.01.24

cubus kunsthalle, duisburg


künstlerische Positionen

Anders, Petra – Anger Eleven – Die Bastellgruppe – Bergmann, Rainer – Beuting, Sigrid – Biesemann, Jutta – Blatt, Stacey – Bonn-Engler, Ulla – Bortz, Arno – Buchen, Monika – Brandenbrug, Fee – Buskens, Ina – Cheamo, Nacir – Dziersk, Udo – Ellert, Paula – Ellert, Petra – Erkelenz, Anette – Fehr, Andrea – Fresse, Fabian – Habermann, Karin – Haubner, Fritz-Josef – Hofmann, Klaus – Houba-Hausherr, Mauga – Huft, Frederike – Jockel, Inga – Karmazina, Polina – Kasel, Thorsten – Kiefer, Michael – Klaßen, Heinz Josef – Klein, Petra – Krauma, Hans Georg – Langer, Reiner – Lipka, Hans Diethrad – Losemann, Gerhard – Löcherbach. Roger – Lüttmann, Ralf – Mender, Ellen  – Meller, Ray – Middendorf, K. Ulla – Morosin, Marco – Morosin, Magdalena – Müller, Petra – Müller, Josef – Müller-Schiel, Kerstin – Overbeck, Cyrus – Reich, Gianna – Reisinger, Julia – Roth, Katrin – Ruckdeschel, Angelika – Sander, Michael – Schernstein, Walter – Schmitz, Angela – Schmitz, Martin – Schwabe, Dieter – Schwarz, Gernot – Schweinoch-Kröning, Cornelia – Stenzel, Sophia – Steinecke, Angelika – Thoben, Stefan – Thorn, Günter – Thoss, Anne – Van Loosen, Margot – Vorsatz, Hans Jürgen – Walthemathe, Ulrike – Walter, Heike – Werk, Michael – Wiessiolek, Andrea – Wirtz, Heike – Zaksek, Elke – Zapsky, Zandra – Zhyvotova, Alla …


Kunstmarkt 23, die Ausstellung bietet zwischen 50 und 60 ausgewählten Künstlern aus Duisburg und Umgebung die Möglichkeit, ihre aktuellen im Jahr 2023 realisierten Arbeiten auszustellen. cubus sieht in der Vermittlung von Verkäufen die beste Künstlerförderung. Das Konzept dieser Ausstellung sieht vor, anders als in den sonstigen Ausstellungen, dass die verkauften Arbeiten direkt nach Kauf bar bezahlt und vom Käufer mit nach Hause genommen werden können. Der Künstler wird die so entstandenen Lücken in der Hängung mit anderen Arbeiten auffüllen. Dies animiert Interessierte zu mehrmaligen Besuchen und im Idealfall entsteht so bis zum Ende der Ausstellung eine völlig neue Präsentation. Der Kunstmarkt gibt einen guten Überblick über das künstlerische Schaffen in unserer Stadt. Die Kunstwerke belaufen sich preislich von 50 € bis zu 500 € und spannen den Bogen über Malerei, Grafik, Zeichnung und Fotografie bis hin zur Skulptur und Plastik. Sie beschränken sich aufgrund des limitierten Platzangebots auf kleine Formate.

Eröffnet wird der Kunstmarkt am Fr, dem 24.11.2023, um 18:30h durch die Kulturdezernentin der Stadt Duisburg, Linda Wagner und ist dann von mi-so von 14-18h geöffnet. Wir freuen uns auf eine spannende Ausstellung.


Über/Sehen. Bildregime der Migration • 13.10.-12.11.2023

Titelbild


Ausstellungsinfo

Über/Sehen. Bildregime der Migration

cubus kunsthalle, duisburg

13.10.-12.11.2023

Informationen zur Ausstellungseröffnung finden Sie am Ende des Beitrags


Liebe Interessierte,

nach drei Wochen, in denen die Ausstellung Über/Sehen. Bildregime der Migration in der cubus kunsthalle in Duisburg gezeigt wurde, nähern wir uns dem Ende der geplanten Laufzeit.

Aus diesem Grund laden wir euch/Sie am Sonntag, den 12.11.2023 ein, den Ausklang der Ausstellung gemeinsam zu begehen.

Die offene Finissage bietet von 14-18 Uhr die letzte Möglichkeit, die Schau zu besuchen, mit Mitgliedern des kuratorischen Teams ins Gespräch zu kommen und in einen Austausch mit anderen an der Ausstellung beteiligten Personen und Besucher*innen zu treten.

Die Ausstellung Über/Sehen. Bildregime der Migration baut auf der Erkenntnis auf, dass Bilder von Migration und Flucht nie nur Repräsentationen sind, sondern immer in bestimmten Kontexten mit bestimmten Absichten produziert werden. Sie zeichnet einige Wege der Produktion, der Speicherung, der Zirkulation und des Handelns von Bildern nach, um immer noch vorherrschende eurozentrische Sichtweisen auf Flucht und Migration zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen.

Ausgestellt werden über 50 Fotografien aus verschiedenen Genres sowie Filme, Illustrationen und künstlerische Installationen. So wird ein Spektrum von Bildern der Migration abgedeckt, das dem historischen wie zeitgenössischen Spannungsfeld von Macht und Empowerment Rechnung trägt. Die Schau möchte einerseits Problematiken wie die Manipulation durch Bilder oder die Gefahr der Viktimisierung aufzeigen, andererseits Potentiale für gesellschaftliche und politische Gegenentwürfe in den Fokus rücken.

Wir freuen uns sehr, euch/Sie willkommen zu heißen und gemeinsam rück- und ausblickend auf die Ausstellung und ihren möglichen Impact zu schauen.


Die Ausstellung Über/Sehen. Bildregime der Migration baut auf der Erkenntnis auf, dass Bilder von Migration und Flucht nie einfach nur Repräsentationen sind, sondern immer in bestimmten Kontexten mit bestimmten Absichten produziert werden. Sie entstand aus einer Initiative von Nina Schneider und Christine Unrau vom Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research an der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit Charlotte Püttmann vom interdisziplinären Gerhard Mercator-Graduiertenkolleg „Weltoffenheit, Toleranz und Gemeinsinn“ an der Universität Duisburg-Essen, Birgit Mersmann vom Kunsthistorischen Institut an der Universität Bonn sowie Joachim Baur vom Institut für Kunst und Materielle Kultur an der TU Dortmund. Die kuratorische Projektleitung hatte Elza Czarnowski inne. Die Ausstellung bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Kunst und gesellschaftlichem Diskurs. Dabei teilt das kuratorische Team seine transdisziplinären Forschungsergebnisse und tritt in einen Austausch mit einer Vielzahl anderer Perspektiven, etwa von Künstler*innen, Filmemacher*innen und Aktivist*innen.

Über/Sehen zeichnet einige Wege der Produktion, der Speicherung, der Zirkulation und des Handelns von Bildern nach, um immer noch vorherrschende eurozentrische Sichtweisen auf Flucht und Migration zu hinterfragen und neue Sichtweisen zu eröffnen. Ausgestellt werden über 50 Fotografien aus verschiedenen Genres sowie Filme, Illustrationen und künstlerische Installationen zum Thema. So wird ein Spektrum von Bildern der Migration abgedeckt, das dem historischen wie zeitgenössischen Spannungsfeld von Macht und Empowerment Rechnung trägt. Die Schau möchte einerseits Problematiken wie die Manipulation durch Bilder oder die Gefahr der Viktimisierung aufzeigen, andererseits Potentiale für gesellschaftliche und politische Gegenentwürfe in den Fokus rücken.

Die Ausstellung Über/Sehen. Bildregime der Migration wird durch ein Begleitprogramm aus Filmvorführungen, Podiumsgesprächen, Workshops und regelmäßig stattfindenden dialogischen Rundgängen ergänzt. News und nähere Informationen zum Programm finden Sie hier: https://rb.gy/tmz0w

Die Ausstellung wird im Rahmen des Käte Hamburger Kollegs/ Centre for Global Cooperation Research aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und unterstützt vom Gerhardt Mercator Graduiertenkolleg, Universität Duisburg-Essen.

Zur Ausstellungseröffnung laden wir Sie herzlich am Freitag, 13.10.2023 um 17:00 Uhr, in die cubus kunsthalle, duisburg, ein.


Informations-/Fortbildungstermin für Lehrer*innen

Am Mittwoch, den 18.10.2023 um 16:30 Uhr gibt es die Möglichkeit für interessierte Lehrer:innen, die Ausstellung zu besichtigen und weitere Informationen für mögliche Multiplikator:innen zu erhalten.

Bitte melden Sie sich hierfür bei Elza Czarnowski (czarnowski@gcr21.uni-due.de) an.

Stand 30.09.2023


Einblick in die Ausstellung

@ Georg Lukas – KHK


Kurzbeschreibung „the list“

 

UNITED List of Refugee Deaths – kurz The List (dt.: „die Liste“) – ist ein fortlaufendes Projekt, das die Tausenden von Geflüchteten, Asylbewerber*innen und Migrant*innen ohne Papiere aufzeichnet, die seit 1993 auf der Suche nach Zuflucht in Europa gestorben sind. Die europäische Nichtregierungs-Organisation UNITED for Intercultural Action aktualisiert die Liste jährlich zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni. Sie umfasst heute mindestens 52.760 dokumentierte Todesfälle geflüchteter Menschen. Zehntausende weitere werden nie gefunden werden.

UNITED for Intercultural Action ist ein europäische Netzwerk gegen Nationalismus, Rassismus und Faschismus, zur Unterstützung von Migrant*innen, Geflüchteten und Minderheiten.

The List fasst Informationen darüber zusammen, wo, wann und unter welchen Umständen Menschen auf der Flucht gestorben sind. Zu allen Todesfällen werden weitere Unterlagen im Archiv aufbewahrt. Die Daten werden durch eigene Nachforschungen, Informationen von 550 Netzwerkorganisationen in 48 Ländern und von lokalen Expert*innen, Journalist*innen und Forscher*innen im Bereich Migration gesammelt. Zusammengefasst in der UNITED List of Refugee Deaths ergeben sie eine beeindruckende wie schockierende Auflistung.

The List wird außerdem seit Jahren in unregelmäßigen Abständen (anfangs in Zusammenarbeit mit der türkischen Künstlerin Banu Cennetoğlu) vervielfältigt und an öffentlichen Orten in der ganzen Welt installiert, darunter der Baseler Bahnhof, Plakatwände in Amsterdam, eine Wand in Los Angeles, Litfaßsäulen in Berlin, ein öffentlicher Bildschirm auf dem Dach des Marmara Pera Hotels in Istanbul, die Liverpool Biennale in Großbritannien etc. Im Rahmen der Ausstellung Über/Sehen. Bildregime der Migration wird die Liste im Herbst 2023 in Duisburg vor der cubus kunsthalle, gezeigt.

UNITED for Intercultural Action
UNITED List of Refugee Deaths (campaign ‘Fortress Europe No More Deaths’), 2023
.pdf-Datei, 98 Seiten

Infos und Kontakt: unitedagainstrefugeedeaths.eu – listofdeaths@unitedagainstracism.org

 


Partner:innen und beteiligte Institutionen

  • Käthe Hamburger Kolleg/GCR21, Universität Duisburg-Essen
  • Gerhardt Mercator Graduiertenkolleg, Universität Duisburg-Essen
  • Institut für Kunst und Materielle Kultur, TU Dortmund
  • Kunsthistorisches Institut, Universität Bonn

Zur Ausstellungseröffnung laden wir Sie herzlich am Freitag, 13.10.2023 um 17:00 Uhr, in die cubus kunsthalle, duisburg, ein.

Die Ausstellung geht von der Überzeugung aus, dass Bilder von Migration und Flucht nie einfach nur Repräsentationen sind, sondern immer in bestimmten Kontexten mit bestimmten Absichten produziert werden. Sie entstand aus verschiedenen Forschungsperspektiven an vier Universitäten (Käte Hamburger Kolleg/GCR21, UDE, Gerhardt Mercator Graduiertenkolleg, UDE, Institut für Kunst und Materielle Kultur, TU Dortmund und Kunsthistorisches Institut, Universität Bonn) und bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Kunst und gesellschaftlichem Diskurs. Dabei teilt das kuratorische Team seine interdisziplinären Forschungsergebnisse und tritt in einen prozessorientierten Dialog mit einer Vielzahl anderer Perspektiven, etwa von Künstler*innen, Filmemacher*innen, Aktivist*innen.

Über/Sehen zeichnet einige Wege der Produktion, der Speicherung, der Zirkulation und des Handelns von Bildern nach, um immer noch vorherrschende eurozentrische Sichtweisen auf Flucht und Migration zu hinterfragen und so neue Perspektiven zu eröffnen. Ausgestellt werden über 50 Fotografien aus verschiedenen Genres sowie Filme, Illustrationen und künstlerische Installationen. So wird ein Spektrum von Bildern der Migration abgedeckt, das dem Spannungsfeld von Macht und Empowerment Rechnung trägt. Es werden sowohl Problematiken wie die Gefahr der Viktimisierung als auch Potentiale für gesellschaftspolitische Visionen aufgezeigt.

Grußworte      Prof. Dr. Karen Shire
Prodekanin für Universitätskultur, Diversität und Internationales, Universität Duisburg-Essen (UDE)

                        Prof. Dr. Sigrid Quack
Direktorin Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research, UDE

Einführung      Elza Czarnowski
Kuratorisches Team, KHK/Centre for Global Cooperation Research, UDE



     

       

Marxlohland goes cubus kunsthalle – 21.09., 19:00 mit anschließendem Talk

Marxlohland goes cubus kunsthalle

21.09., 19:00 mit anschließendem Talk

– erfolgreiche Kinopremiere mit Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und im September in der cubus kunsthalle, duisburg

„Wo dieses Wir spürbar wird, merkt man in Marxloh.“

„Tief beeindruckt“.“ „Keine Über-Kommentare, kein erhobener Zeigefinger, ehrliche Stadtteilszenen.“ „Regt eine Diskussion an, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen.“ „Authentisch.“ „Ein Film, der nichts verschönt.“ „Starke Protagonisten.“ „Klasse Film.“ „Der einfühlsame Blick hat mich berührt.“ „Einfach klasse.“ „Berührender Film.“

Dies sind erste Stimmen zur Kinopremiere von Marxlohland am 14.11.22 im Duisburger Filmforum.

Vor einem ausverkauften Kinosaal vor knapp 150 Leuten lobte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) das Engagement der Filmemacherin und Regisseurin Stephanie Hajdamowicz und ihrem Team.

Dieser Film zeige eindeutig, dass Duisburg-Marxloh viel mehr sei, als von aussen wahrgenommen, so Bärbel Bas. Sie lobte den ganz besonderen Blick auf die Menschen und deren ehrenamtliches Engagement. Aber es sei auch wichtig, die Probleme aufzuzeigen. Das mache der Film. Mit Hinblick auf die ARD- Themenwoche „Wir gesucht!“ sagte die Bundestagspräsidentin: „Wo dieses Wir spürbar wird, merkt man in Marxloh.“ Und sie sei froh, dass der Dokumentarfilm ins normale Kinoprogramm kommt. Und auch außerhalb von Duisburg gezeigt wird.

Bereits im Oktober 2022 hatte die Filmemacherin ihren Dokumentarfilm den Marxloherinnen und Marxlohern bei einer Vor-Premiere gezeigt. Vor über 300 Menschen in der katholischen Kirche von Pater Oliver vom Petershof e.V. in Duisburg-Marxloh.

Der Dokumentarfilm wird auch in Schulen gezeigt. Sehr gute Resonanz gab es beispielsweise in der Leibnizgesamtschule in Duisburg. Dort hatten vor Weihnachten etwa 100 Jugendliche den Film gesehen und mit der Filmemacherin und einigen ihrer Protagonisten diskutiert.

Am 21. September 2023 wird Marxlohland in der cubus kunsthalle gezeigt. Ab 19 Uhr. Anschließend gibt es einen Talk mit der Filmemacherin und Regisseurin Stephanie Hajdamowicz, Moderator ist Heinz Flischikowski.

Vor und nach der Veranstaltung im Veranstaltungssaal können die Besucher die laufende Ausstellung mit Werken von Heinz Josef Klaßen „Vom Tanken und Leben im Ruhrgebiet“ besuchen. Der Eintritt beträgt 5 Euro, diese benötigen wir für die Technik und das zusätzliche Personal.

Grafik: Michael Ulle, Ein Film von Stephanie Hajdamowicz

Ina Buskens + Petra Müller Fototage face.to.face • fotosession@cubus kunsthalle duisburg • 02.07.-06.08.2023

Ina Buskens + Petra Müller

Fototage face.to.face

fotosession@cubus kunsthalle duisburg

02.07.-06.08.2023


Ina Buskens, 1958 in Antwerpen/Belgiengeboren bedient sich bei Ihren Portraits gerne der schwarz/weiß Fotografie. Diese kommt ihrem Spiel mit dem Kontrast und dem Schatten entgegen. Im Gegensatz zur farbigen Darstellung fokussiert die s/w Fotografie für sie das Wesentliche: den Menschen. Der Betrachter wird nicht durch zusätzliche Umgebungsfarben abgelenkt. Für Ina Buskens ist es ein großes Kompliment, wenn sich der Portraitierte in dem Portrait wieder erkennt und sagt: „JA, das bin ICH“.
Dazu ist es unbedingt notwendig, einen gegenseitigen Draht zueinander aufzubauen. Nur so kann die vertrauensvolle Atmosphäre entstehen, die ihre Bilder zu dem machen, was sie sind: Charakterportraits.

Petra Müller, 1968 in Dernbach geboren, liebt die spontane Natürlichkeit der Streetart Fotografie. Ob mittels der Farb- oder S/W Fotografie, Müller versucht immer das flüchtig präsente Wesentliche eines Gesichtes einzufangen. Dabei gelingen ihr manche Schnappschüsse in einem unbeobachteten Moment ihres Gegenübers.
Ihre Portraits sind authentisch und werden kaum durch nachträgliche Überarbeitungen verändert. Petra Müllers Ziel ist es, die Seele des Fotografierten einzufangen.
Ergänzend kann für sie dabei auch die Umgebung, der Ort, an dem die Fotografie entsteht, eine zusätzliche Rolle für das Portrait spielen.

Wer möchte nicht ein professionelles Portraitfoto von sich besitzen oder aber verschenken? Die Fototage in der cubus kunsthalle machen dies möglich! Beide Künstlerinnen freuen sich, wenn sich Besucher vor Ort in der Ausstellung fotografieren lassen. Sie sind sonntags vor Ort und vereinbaren darüber hinaus auch individuelle Termine. Die während der Ausstellung entstandenen Fotografien werden Teil der Ausstellung und diese sukzessive bis zum 06.08.2023 erweitern. Der Kostenbeitrag für diese Fotoaktion beträgt lediglich 30,00 €, nach der Ausstellung geht die Fotografie dann in den Besitz des Portraitierten über.


Heinz Josef Klaßen Vom Tanken und Leben im Ruhrgebiet • 13.08.-08.10.2023

Heinz Josef Klaßen – Vom Tanken und Leben im Ruhrgebiet • Malerei. Fotografie. Skulptur.

13.08.-08.10.2023

cubus kunsthalle, duisburg


Die erste Ausstellung von Bildern des Ruhrgebiets fand in der cubus Kunsthalle Duisburg im September 2020 unter schwierigen Umständen statt. Thematisiert wurde neben formalen Aspekten wie Technik, Bildaufbau und stilistische Einordnung besonders die optimistische Farbigkeit, die einen Gegensatz zum früheren Farbmodus des Schwarz- Weiß bildet. Diese besondere Farbigkeit wie auch das Verhältnis von Malerei und Fotografie zu einander ist weiterhin nachvollziehbar, doch das Jetzt ist für mich, der den dritten Krieg in Europa miterleben muss, auch in weiterer Hinsicht eine elementare Katastrophe. Kunst ist immer mehrwertig. Die in meinen Arbeiten schon früh angemahnte Achtsamkeit im Umgang mit dem Kulturgut des Menschen enthält in der Zuordnung meiner paradigmatischen Bildwelt in die Gruppierung entsprechender Problemfelder nicht nur einen entschiedenen Hinweis, sondern auch die Begründung für das Versagen. So ist auch der gewählte Titel durchaus doppelsinnig formuliert.

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 13. 08.2023 um 16:00 Uhr laden wir Sie herzlich ein.



Heimatorte Bilder erwerben hier

Ina Buskens. Charakterportraits Im Kunstkabinett • 26.05.-25.06.2023

Ina Buskens. Charakterportraits

Im Kunstkabinett @cubus kunsthalle, duisburg

26.05.-25.06.2023


Liebe Freunde der cubus kunsthalle,
es geht weiter mit einer Ausstellung im Kunstkabinett, die sie neben den Ausstellungen „So ist das jetzt“ 100 Jahre Künstlerbung, Heinrich Strunk . NachlassAusstellung bei  freiem Eintritt besuchen können.
Wir freuen uns, Arbeiten der Fotografin Ina Buskens im cubusKabinett zeigen zu können. Unter dem Titel Charakterfotografien zeigt Buskens sch/weiß Portraits aus ihrer Serie Menschen. Immer sonntags steht die Künstlerin für Interessenten in der Ausstellung zur Verfügung, die sich fotografieren lassen möchten. Die vor Ort entstandenen Fotografien werden die Ausstellung sukzessive erweitern. Der Kostenbeitrag für diese Aktion beträgt 30,00 €, nach der Ausstellung geht die Fotografie in den Besitz des Portraitierten über.
Wir freuen uns ebenfalls darüber, wenn Sie im Zuge Ihres Besuchs im Hause auch an dem „Garten der Vergänglichkeit“ teilhaben, der u.a. das Konzept verfolgt, Kunst und Natur im Rahmen ihrer Vergänglichkeit in Einklang zu bringen.

Ina Buskens, 1958 in Antwerpen/Belgiengeboren kommt über Umwege, der Schweiz, Stuttgart und Reutlingen nach Duisburg und findet im Alter von 50 Jahren zur Fotografie. Zunächst interessiert sie sich für die Makrofotografie entdeckt aber -vor 10 Jahren durch ein prägendes Ereignis- ihre Leidenschaft zur Portraitfotografie.

Sie bedient sich bei Ihren Portraits gerne der schwarz/weiß Fotografie. Diese kommt ihrem Spiel mit dem Kontrast und dem Schatten entgegen. Im Gegensatz zur farbigen Darstellung fokussiert sie das Wesentliche: den Menschen. Der Betrachter wird nicht durch zusätzliche Umgebungsfarben abgelenkt.

Für die Fotografin ist es dabei immer sehr wichtig, dass der Portraitierte sich mit dem Abbild identifiziert, vielleicht auch Dinge in dem Portrait erkennt, die er vorher nicht so an sich gesehen hat.

Buskens Fotos kommen ungeschönt und ehrlich daher. Manchmal ein wenig zu ehrlich, wenn man an die eigenen Falten denkt, die man ja eher kaschieren und verbergen und nicht akzentuiert zu Schau gestellt sehen möchte. Man muss als portraitierte Person sich dieser ungeschönten Konfrontation stellen, diese künstlerische Sichtweise annehmen und diese auch dulden können, wenn man sich darauf einlässt, sich von Ina Buskens porträtieren zu lassen.

Für Ina Buskens ist es ein großes Kompliment, wenn sich der Portraitierte in dem Portrait wieder erkennt und sagt: „JA, das bin ICH“.

Dazu ist es unbedingt notwendig, einen gegenseitigen Draht zueinander aufzubauen. Nur so kann die vertrauensvolle Atmosphäre entstehen, die ihre Bilder zu dem machen, was sie sind: Charakterportraits.

Immer sonntags können Interessierte sich in der Ausstellung zu einem Kostenbeitrag i.H.v. 30 Euro portraitieren lassen und durch ihre Fotografien die Ausstellung wachsen lassen.