Rheinbrücke in der Cubus-Halle
derWesten Duisburg | 25.03.2008 (Thomas Becker)
In der Cubus-Halle sind derzeit Arbeiten der jungen Künstlergruppe „Rheinland“ zu sehen.
In der Cubus-Halle sind derzeit Arbeiten der jungen Künstlergruppe „Rheinland“ zu sehen.
13.3. – 10.4.2008
Min Clara Kim , Hugo Boguslawski (Düsseldorf)
Elisabeth Weckes , Mathias Brock (Köln)
Weitere Ausstellung (2009)
www.rhein-bruecke.com

“Kunst macht sichtbar, indem sie die Wirklichkeit wirklich abbildet.”
Dies ist die Antwort der Künstlergruppe RheinBrücke auf das bekannte Diktum Paul Klees:
“Kunst bildet die Wirklichkeit nicht ab, Kunst macht sichtbar.”
Die Künstler der RheinBrücke gehen davon aus, dass das Unsichtbare in der Tiefe des Sichtbaren offenbar wird. Die Malerei ist wie kein anderes Medium imstande, diese Tiefe auszuleuchten, wenn sie wirkliche Malerei ist, d.h. wenn sie ihr Material nicht zum Fetisch macht, sondern vergeistigt. In diesem Falle sind ihre Möglichkeiten, geistige und seelische Räume zu eröffnen, unbegrenzt.
Dazu ist allerdings beim aktuellen Zustand dessen, was sich als Malerei bezeichnet, eine Rückgewinnung verlorengegangener Qualitäten nötig: Klärung der Formen in ihren stofflichen und räumlichen Dimensionen ohne Abhängigkeit von fotographischen Vorbildern, Detailgenauigkeit auf der Basis eines einfühlenden, Sicht- und Tastbares kongenial umsetzenden Duktus, eine den Bildgegenständen und ihrer Inszenierung angemessene vitale und differenzierte Farbigkeit, schließlich eine variable und spannungsreiche Komposition, die sich nicht selbst zum Thema macht, sondern Vermittlerin inhaltlicher und formaler Substanz ist.
Die Gegenstände der Malerei geben, indem sie auf diese Weise zu Bildern werden, Kunde von ihrem Eigenleben, ihrem Wesen, ihrer beständigen und rätselhaften Fremdheit.
Im Rahmen dieser Vorstellungen entwickelt jeder der vier Künstler seine persönliche Handschrift gegenüber einem individuellen, im Fluss befindlichen bildnerischen Kosmos. 
Während Min Clara Kim durch Reduktion auf das Wesentliche nach dem Symbolgehalt und einer universell lesbaren Formensprache forscht, und einfachen Dingen ihre verborgenen Geschichten entlockt, sucht Hugo Boguslawski nach Symmetrien, Rhythmen und Strukturen, die dem Organischen innewohnen und codiert die Gegenstände auf Basis von Abstraktionen neu.

Min Clara Kim, Rabenfreunde 2003, je 180 x 110 cm

Hugo Boguslawski, bomb 2005, 20 x 20 cm
Elisabeth Weckes seziert und arrangiert, verfremdet Beobachtetes und lädt ihre Bildwelten so surreal auf, Mathias Brock schließlich hebt einen Schatz voller barocker Pracht, indem er den Stofflichkeiten der Dinge nachgeht und eine Welt von Werden und Vergehen in all ihren sensuellen Qualitäten auf die Leinwand bringt.

Elizabeth Wecke, Agenten II 2006, 120 x 125 cm

Matthias Brock, Frühlingserwachen 2005, 70 x 80 cm
Durch die Gründung der Künstlergruppe RheinBrücke im Jahr 2006 manifestiert sich das gemeinsame Anliegen einer qualitätsvollen Malerei, als deren Spielarten die individuellen Ausprägungen umso expliziter behauptet werden.
Alle vier Künstler haben an der Kunstakademie Münster in der Malklasse von Prof. Hermann-Josef Kuhna studiert. Min Clara Kim und Hugo Boguslawski betreiben seit 2002 in Düsseldorf, Elisabeth Weckes und Mathias Brock seit 1995 in Köln ihre Ateliers.
Bereits seit Studienzeiten stellen die vier Maler in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland aus. Ihre Bilder sind in mehreren öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
Kontakt: die.maler@rhein-bruecke.com
Weiterführende Informationen finden Sie auf :www.rhein-bruecke.com, sowie auf den einzelnen Webseiten der Künstler.



| | 4.12.2005 – 8.1.2006 |
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| KUNSTMARKT |
| und Kinder-Mit-Mach-Programm |
| |10.12. – 31.12. 2004 |
| Zum dritten Mal findet begleitend zum Duisburger Weihnachtsmarkt der Kunstmarkt in der cubus kunsthalle im Kantpark statt. Wieder warten Arbeiten von über 30 vornehmlich Duisburger Künstlern auf ein neues Zuhause. Die Preise liegen auch in diesem Jahr zwischen 50 und 500 €uro. Wer also noch nach einem besonderen Weihnachtsgeschenk Ausschau hält, kann ab dem 10. Dezember in Ruhe stöbern und fündig werden. Der Kunstmarkt endet wieder mit der legendären Silvesterparty mit Künstlern und kulturellem Begleitprogramm Die Karten kosten im Vvk 25€ (Ak 30 €) und sind ab sofort in der cubus kunsthalle erhältlich. |
| Nach der Eröffnung spielt um 21.00 Uhr „the Jazzjerks- Quartett” featuring ABIAH (siehe cubus culture club). Erst- und Live-Präsentation der neuen Jazz-Jerks-CD >> mehr … |
| Kinder-Mit-Mach-Programm |
| Wieder bietet die cubus kunsthalle in Kooperation mit dem City-Management Duisburg an den Wochenenden Workshops für Kinder an. Während sich die Kinder künstlerisch in der Kunsthalle ausdrücken, können ihre Eltern ganz gemütlich durch den Kunstmarkt, über den angrenzenden Weihnachtsmarkt oder aber in den umliegenden Kaufhäusern shoppen gehen. |
| Wer am Wochenende mit seinen Kindern den Weihnachtsmarkt besucht, ist herzlich zu dem Kinder-Mit-Mach Begleitprogramm anlässlich des Kunst- und Weihnachtsmarktes in der cubus kunsthalle eingeladen. In diesem Jahr steht das Thema unter dem Motto kleine und große Engel. Die Wochenendworkshops finden samstags und sonntags jeweils von 14.30 bis 16°° Uhr und von 16.30 bis 18°° Uhr statt |
| Am Samstag, dem 27. und Sonntag, dem 28. 11. 2004 heißt es: Kleine + große Engel aus Pappmaché gestalten Ob als Dekoration oder als Weihnachtsbaumschmuck, wir bauen mit Euch Engel als kleine Plastiken. Wenn Ihr nach Herzenslust Draht gebogen habt, und Euren Engel mit Pappmaché geformt habt, dann könnt Ihr ihn mit Farbe bemalen. |
| Am Samstag, dem 4. und Sonntag, dem 5. 12. 2004 heißt es: Engel malen Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn ihr zu Hause schönes Glitzermaterial (Bonbonpapier, Folienreste, Glimmer etc.) bitte mitbringen. |
| Am Samstag, dem 11. und Sonntag, dem 12. 12. 2004 heißt es: Karton-Engel bauen Naturmaterialien wie Blätter, Steine, Zweige werden vorab gesammelt oder mitgebracht. Ebenfalls wäre es schön, wenn jeder einen ausgedienten Schuhkarton oder ähnliches mitbringen könnte. |
| Am Samstag, dem 18. und Sonntag, dem 19. 12. 2004 heißt es: Teig-Engel backen Wir backen Engel aus Teig. Ihr könnt aber auch einen alten, hartgewordenen Brotlaib mitbringen, den ihr dann zu einem Engel schnitzt. |
| Außerdem könnt Ihr an einer Kunst-Rallye durch den Kunstmarkt teilnehmen. |
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25.1. – 2.3.2008


| Otto Piene |
| „BERLIN STAR“ kommt nach Duisburg | |||||||
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| Die cubus kunsthalle präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Organisationsausschuss des Ruhrorter Hafenfestes und dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren ein Sky Art Event mit dem renommierten Zero-Künstler Otto Piene. Am 30.6.2001 wird Piene seine größte aufblasbare Plastik BERLIN STAR in den Ruhrorter Himmel stellen und so im diesjährigen Preussenjahr eine symbolische Brücke nach Berlin schlagen. | |||||||
| Einen Überblick auf die von Otto Piene entwickelten Himmelsplastiken gab die Ausstellung THEMEN & PROJEKTE, die vom 11.2. – 26.3.2000 in der cubus kunsthalle, duisburg im Kantpark gezeigt wurde. Während Otto Piene als Mitbegründer der Künstlergruppe Zero (Mack, Piene, Uecker) durch seine Rauch-, Raster- und Feuerbilder sowie seine Lichtballetts der 50er und 60er Jahre weltweit bekannt wurde, sind die Sky Art Projekte, die er vorrangig in den USA realisierte, in Deutschland bekannt. Dabei haben auch sie ihre Wurzeln in der Zero Zeit, liess Piene doch bereits 1961 erste Heissluftballons in Düsseldorf steigen. Weltweit bekannt wurde der aus fünf mit Helium gefüllten 460m langen Polyethylen Schlauchballons bestehende Regenbogen, den Piene als Symbol des Friedens über das Olympia Stadion München spannte und der die Olympischen Spiele 1972 spektakulär abschloss. | |||||||
| Anläßlich des Jubiläums „300 Jahre Preußen“, das nicht nur in Berlin feierlich begangen wird, ist der Standort Ruhrort gewählt worden, um damit die preußische Zugehörigkeit des ehemaligen Herzogtums Kleve und des Ruhrgebiets zu unterstreichen. Ein historischer Hintergrund, der dazu beigetragen hat die Himmelsskulptur Berlin Star in Duisburg am Rhein in den Himmel zu entsenden. Das Ruhrorter Hafenfest, das einmal jährlich stattfindet, bietet einen geeigneten Rahmen für dieses überregional bedeutende Kunst-Ereignis und ist mit seinen über 700 000 Besuchern ein Highlight im Veranstaltungskalender der Stadt Duisburg. Mitten im größten Binnenhafen Europas, auf der Speditionsinsel gegenüber der Schifferbörse wird am 30.6. – bei schlechtem Wetter am 1.7.2001 – ab 12°° Uhr geschäftiges Treiben herrschen. Otto Piene wird dort mit zahlreichen Helfern seine Himmelssplastik mit Luft und die zahlreichen Polyethylenschläuche mit Helium füllen. Auch für die zahlreichen Besucher des Festes ist Mitmachen angesagt. Sie können sich aktiv an der Aktion beteiligen, festhalten, binden etc. oder aber einfach nur schauen und staunen. |
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| cubus kunsthalle, im Juni 2001 |
| Yongbo Zhao |
| Malerei |4. 5. bis 24. 6. 2001 mi-so 14-18°° Uhr Ein Beitrag der cubus kunsthalle, duisburg zum Thema der 25. Duisburger Akzente www. Wer weiss wohin? Kultur im Wandel |
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| Zum 25. Mal jähren sich in diesem Jahr die Duisburger Akzente, das überregional bedeutende Kulturfestival der Stadt Duisburg. Zunächst legte Dr. Dr. h.c. Konrad Schilling ihren Schwerpunkt auf ein gestrafftes Theaterfestival. Im Laufe der Zeit weiteten sich die Einzelveranstaltungen auf die ganze Stadt aus, eingeschlossen die Universität Duisburg. In diesem Jahr sollen die Veranstaltungen komprimiert im Innenhafen stattfinden, ob sich hier eine Konzentration auf das vorgegebene Leitbild herausschälen läßt, bleibt abzuwarten. Angeregt von diesem Jubiläum zeigt die cubus kunsthalle eine in das diesjährige Akzente Thema passende und das Festival komplementierende Ausstellung. |
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| Yongbo Zhaos BILDER gewähren einen Blick in die zynische Gesellschafts- und Kulturkritik. Kultur im Wandel, dies verweist zunächst einmal auf eine Definition von Kultur. Wer keinen Kulturbegriff hat, der kann ihn auch nicht wandeln. Das Internet allein wandelt noch keine Kultur, höchstens deren Vermittlung. Der Wandel vollzieht sich in den Köpfen, ihm geht eine Tabula rasa voraus, ein „Reinen Tisch“ machen, und dies ist oft schmerzhaft, oft schockierend. Genau dies zeigen die Arbeiten des in China geborenen Künstlers Zhao, in dem er die Mythen alter und neuer Kunstgeschichte entblößt und damit die Frage nach der Zukunft der Kultur und des Menschen stellt. | ![]() |
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| Fleischfarben und die Lust auf Fleisch beherrschen seine Bilder. Zartrosafarbenes bis dunkelrotes aufgeworfenes Fleisch, von keiner Haut mehr bedeckte menschliche Realität wird in den Mittelpunkt gerückt. Mit weit aufgerissenen Mündern, hervorgewölbten überdimensionierten Augen und Zungen, aufgequollenen Geschlechtsteilen wird das nach außen gekehrt, was der Mensch zu verbergen sucht: Seine durch moralisierende Kultur verborgene naturgegebene Geschlechtigkeit, seine Schutzlosigkeit und Verletzbarkeit. So begattet in einer seiner Bilderzählungen ein Hammel in Mao-Uniform ein mit einem Brautschleier geschmücktes Schaf. Tränen laufen dabei der trauernden, missbrauchten „Braut“ über die Wangen.Die von Zhao dargestellten Opfer jedoch, sind nicht nur bemitleidenswerte Wesen, sie verletzen selbst, sie schlagen zurück. Als letzten Akt ihrer Macht entmannen sie ihren männlichen Gegenspieler, der zwar militärisch und mönströs vorgeführt wird, aber letztlich wiederum selbst als Opfer in Erscheinung tritt. Wie ein Mahnmal an die Schönheit der Natur und des Menschen schmücken Rosen, farblich jedoch dem Fleisch angeglichen, die Körper. Sehnsucht nach Frieden scheint sich anzubahnen: Frieden zwischen den Kulturen, Frieden mit der Geschichte, Frieden zwischen den Geschlechtern. Ihre Dornen, um Hälser und Oberkörper gerankt, verheißen jedoch nichts Gutes. Der 1964 in der Mandschurei geborene Künstler rechnet drastisch mit seiner Heimat ab. Fünf Jahre lang war er als Dozent für Malerei an der pädagogischen Universität in Changchun tätig, malte große Mauer- und Landschaftsbilder. 1991 kommt Zhao nach München zum Studium an die Akademie der Künste, das er als Meisterschüler von Robin Page abschliesst. Die ersten drei Jahre lang entsagt er völlig der Malerei und nutzt diese Zeit, um die alten Meister in den Museen zu studieren. Durch die Begegnung mit der westlichen Kunst kommt es zum Bruch, den Zhao mit künstlerischen Mitteln forciert. Schluss mit der Spielerei, das Informel sei in den 50er Jahren vielleicht noch ein Tabubruch gewesen, „die Zeit ist vorbei, Kunst soll wieder Handwerk sein.“ Zhao benutzt seinen Pinsel nach altmeisterlicher Manier, der Bruch liegt nicht in der Technik, vielmehr in der Aussage der Bilder. Im Januar 1996 gründet er mit Robin Page und Erich Gohl die Künstlergruppe „Neue Helden“. In ihrem Manifest heißt es „Unerträglich für Wohnzimmerwände gehören die Bilder hinter den Stacheldraht der Museen großer heroischer Sinnesschlachten“. Wenn die Stirn nicht in Ordnung ist, geht der Mensch in die falsche Richtung chinesisch |
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| Im März 2000 macht er durch ein Portrait des österreichischen FPÖ-Vorsitzenden Haider auf sich aufmerksam, den er fast schüchtern lächelnd mit geneigtem Haupt vor FPÖ-blauem Hintergrund darstellt. In seinem Taz-Bericht schreibt Bernd Hein dazu: Die sanften Augen Haiders blicken braun in die Ferne. Der Hals steckt in einem Kragen der chinesischen Volkspartei, ist verletzbar lang ausgestreckt und verwandelt den Schädel in eine Trophäe. Aus dem Hinterkopf wachsen Hörner, sie schwingen über den Ohren nach vorn. Ein Lächeln öffnet die Lippen des Parteiführers, goldene Zähne blitzen. Rechts, wo das Hirn sitzt, schwärzt ein Fleck faules Fleisch. Ein Fliegenpaar hat sich bei dem Saft auf der Stirn niedergelassen. Die Fliegen ficken. In die Ecken kalligrafiert er in chinesischen Schriftzeichen „Die österreichischen Söhne und Töchter haben eine besondere Art“, eine Abwandlung eines Mao-Verses, über seine chinesischen Landeskinder. „Damals habe ich gegen den chinesischen Nationalismus gemalt, gegen Jörg Haider kann ich dieselben Waffen genauso stark benutzen“, sagt Zhao. In der Ausstellung „Sensation-Figuration“, die im Wiener Wasserwerk im März 2000 zu sehen war, hängt Haider zwischen zwei Bildern mit schreienden Schafen. Beide sind mit dem Titel „Leithammel“ bezeichnet. Zhao gewinnt zahlreiche Kunstauszeichnungen, darunter seine erste im Alter von 21 Jahren. Er ist an internationalen Ausstellungen beteiligt und in öffentlichen wie privaten Sammlungen vertreten. In Zusammenarbeit mit der Galerie KK, Herrn Klaus Kiefer, ist es gelungen, die spektakuläre Ausstellung in Duisburg zu zeigen, die eine Bereicherung für die Duisburger Akzente darstellt. Wer bereits wußte wohin es geht, mit der Kunst, mit der Kultur, wird sich vor den Bildern Yongbo Zhaos erneut dieser Frage stellen müssen. |
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| Dr. Claudia Schaefer |
| Johannes Grützke |
| |06.04. bis 22.04.2001 | |||
| Biographie | |||
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| 1966 Zeichnung für die Berliner Satire-Zeitschriften „Das Letzte“ und „Sodom und Gomorrha“. 1968 Aufnahmen zum Fernsehfilm Die Erlebnisgeiger von Heinz Diekmann. Atelier in Berlin- Wilmersdorf, Grüntzelstrasse 53. Ausstellung „Während der Documenta“ 1970 Beteiligung an der Ausstellung „Kunst und Politik“ des Badischen Kunstvereins in Karlsruhe sowie an der internationalen Ausstellung der Wiener Festwochen 1972 Beteiligung an den Ausstellungen „14 mal 14“ in der Staatlichen Kunsthalle Baden- Baden und „The Berlin Scene 1972“ im Gallery House, London. 1973 Am 24, Januar Gründung der „Schule der neuen Prächtigkeit“, gemeinsam mit den Malern Manfred Bluth, Matthias Koeppel und Karl- Heinz Ziegler. 1974 Erste Grützke-Retrospektieve, ausgerichtet vom Neuen Berliner Kunstverein im Schloss Charlottenburg, anschließend im Kunstverein Freiburg in der Kunsthalle Nürnberg sowie im Mannheimer Kunstverein. In der Berliner Kunstbibliothek erste Gemeinschaftsausstellung der „Schule der Neuen Prächtigkeit, ebenfalls organisiert vom neuen Berliner Kunstverein. 1975 Reprospektive der Druckgraphik in der Freiburger Galerie Holecek (Erstes Werkverzeichnis der Druckgraphik 1964-1975). 1976-77 Gastdozent für freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 1978 Erstmals Tätig als Bühnenbildner für „Dornröschen von Gerhard Lampersberg das in der neuen Galerie Berlin aufgeführt wird. Retrospektive der Druckgraphik in der Städtischen Galerie Wolfsburg (Erweitertes Werkverzeichnis der Druckgraphik 1964- 1978). Beteiligung an den beiden Londoner Ausstellungen „13° E Eleven Artis working in Berlin und- gegen seinen erklärten Willen! – Berlin- a Critical View Ugly Realismus 20s- 70s (Institute of Contempory Arts.) 1979 Gewinn des Wettbewerbs um ein Altarbild für die Schlosskapelle in Gifthorn mit“ Der ungläubige Thomas“ realisiert 1983. Im Verlag Zweitausendeins, Frankfurt erscheint „Misch du dich nicht noch ein“ Bilder und Texte aus den Jahren 1964 bis 1979. Revue „Die Schaukel“ von Johannes Grützke und Barbara Naujok in der Diskothek „Metropol“ am Nollendorfplatz in Berlin. Beginn der Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Zadek. In den folgenden beiden Jahrzehnten entwirft Grützke für Inszenierung von Zadek, aber auch anderer Regisseure Bühnenausstattung und Plakate. Arbeiten u. a. für folgende Bühnen: Berliner Ensemble, Frei Volksbühne Berlin, Hebbel Theater Essen, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Staatstheater Kassel, Kammerspiele München, Württembergisches Staatstheater Stuttgart, Burgtheater Wien, Volkstheater Wien, Schauspielhaus Zürich. 1980 Auftrag zu einem Tafelbild für die St.-Martin Kirchengemeinde, Berlin-Märkisches Viertel. Erster Preis beim Wettbewerb zur Bemalung einer Hauswand am Checkpoint Charlie, Berlin. Initiator des Berliner Künstlerpreises, der auf der Freien Berliner Kunstausstellung- jedoch nur diese eine Mal- vergeben wird. Uraufführung der Oper „Im Fundbüro“ von Johannes Grützke und Tilmann Lehnert im Cafe Einstein, Berlin. 1984 Kunstpreis der Künstler auf der großen Kunstausstellung Düsseldorf. Erster Preis im Wettbewerb „ Künstlerische Gestaltung des Magdeburger Platzes“ der Internationalen Bauausstellung Berlin, gemeinsam mit dem Architekten H. Nielebock. Einzelausstellung „Unser Fortschritt ist unaufhörlich“ in der Neuen Nationalgalerie. 1985 Künstlerischer Berater von Peter Zadek am Deutschen Schauspielhaus Hamburg(bis 1988). In Hamburg Atelier in der Hegenstr.40. Beteiligung an der Ausstellung „1945- 1985. Kunst in der Bundesrepublik Deutschland“ in der neuen Nationalgalerie. 1987 Gewinner des Wettbewerbs um die bildnerische Ausgestaltung der Paulskirche in Frankfurt Oskar Kokoschka- Dozentur an der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst Salzburg. 1989 Ausführung des Frieses „ Der Zug der Volksvertreter“ für die Paulskirche Im Künstlerhaus Bethanien, Berlin Kreuzberg (1991). Ausstellung „Malerei“ in der Kunsthalle Nürnberg (gemeinsam mit Gotthard Graubner und Gerhard Richter). 1990 Gründungs- und Vorstandsmitglied (bis 1988) des „Künstlersonderbund in Deutschland“ (Sitz: Berlin). Einzelausstellung „ Neue Bilder 1988-1990“ in der Kunsthalle Kiel. Das Ausstellungszentrum kroch- Haus in Leipzig zeigt die erste große Ausstellung Grützkes in der ehemaligen DDR. 1990-92 Ölbilder „Jesu Einzug in Jerusalem“ I-IV, die sogenannten „Wende Bilder“1991 Am 16. April in der Frankfurter Paulskirche Übergabe des Frieses. Das Rundbild besteht aus 14 Teilen (Öl auf Leinwand auf gebogene Trägerplatten) und umfasst eine Gesamtfläche von 3,33 x 33 Metern. Das Berliner Boulevardblatt „BZ“ verleiht Johannes Grützke den „BZ Bären“ 1992 Professur für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Kunstpreis der Stadt Wolfsburg 1992 „Junge Stadt sieht junge Kunst.“ 1993 Vorstandsmitglied der Daniel-Chodowiecki-Stiftung, Berlin. Gründungs- und Vorstandsmitglied der Schadow Gesellschaft e.V. Berlin. 1994 Im Herbst Reise mit Manfred Bluth nach Polen, um Bilder polnischer Künstler für die zweite „Realismus-Triennale des Künstlersonderbundes“ auswählt. 1995 Gründung des „Goethe Verlag Berlin“. Reise nach Kreta, wo Grützke an der Südküste der Insel eine alte Kapelle ausmalt (das Wandbild ist inzwischen weiß übertüncht). Am 16 September Aufführung des Stücks „Im Hause Gerechtigkeit“ (für Jutta Limbach) von Johannes Grützke im Schadow Haus, Berlin Mitte. 1996 Medaillons (Email auf Metall) für einen der drei Lichthöfe von Specks Hof in Leipzig. 1996-98 Arbeiten am dreiteiligen Majolika-Relief „ Morgen brechen wir auf“ für die Fassade des Bürgersaales in Konstanz, zur Erinnerung an Friederich Hecker und die badische Revolution 1848/49. 1997 Ausstellung „Johannes Grützke- Theater der Menschheit“ im Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, und in der Kunsthalle Wilhelmshaven. 1998 Gründung der Kaffeehaus-Zeitung der Prager. „Eine populäre Zeitschrift für gute Leser“, Erscheinungsort Nürnberg. Ausstellung in der Staatlichen Kunstgalerie in Zoppot. Ausstellung von Majolika-Arbeiten in der Laden Galerie. 1999 Ausstellung farbiger Zeichnungen und Druckgraphik im Städtischen Museum Leverkusen Schloss Morsbroich, Leverkusen. 2000 Ausstellung „Im Banne der Provokation“, Pastell, im Folkwang Museum Essen.umenta, außerhalb der Documenta in Kassel. |
| Jim Rayment |
| |12.05. bis 29.06.2000 | |||
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| Anläßlich der Duisburger Akzente EINANDER NACHBARN, in denen die Kultur der Niederlande und Flanderns vermittelt werden soll, zeigt die cubus kunsthalle Teile des Nachlasses von Jim Rayments, eines europäischen Künstlers, dessen letzte Schaffensperiode in Amsterdam durch seinen viel zu frühen Tod im Jahr 1987 endete. Jim Rayment starb im Alter von 49 Jahren. Durch die Zusammenarbeit mit dem Schwerter Sammler Prof. Dr. Rohner ist es gelungen, Teile des umfangreiche Oeuvres in Duisburg zu präsentieren. | |||
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| Das Festland zieht ihn magnetisch an: Kunst und Abenteuer waren auf der anderen Seite zu finden und so überquert er den Kanal. Nach einem kurzen Aufenthalt in Paris ( „Ich war noch nicht reif für Paris zu der damaligen Zeit“), zieht er in den Süden Frankreichs. („Eigentlich war ich nicht wirklich ein Eremit auf dem Gipfel eines Berges, aber ich bedurfte der Disziplin.“) 1962 kehrt er wieder nach Paris zurück, wo es ihn über 10 Jahre halten sollte. Die Pariser Zeit stellt sicherlich eine der wichtigsten Schaffensperiode in seinem Werk dar. Paris ist aufregend, mit weitem Horizont, vielen Museen, Hunderten von Galerien. In dieser international besetzten Szene trifft er viele Künstler, geht Freundschaften ein, lernt eine Menge und formt seinen persönlichen Stil und künstlerischen Ausdruck. Er arbeitet sehr hart und diszipliniert und realisiert zahlreiche Ausstellungen. Dennoch wird er unruhig und er entscheidet, dass nur ein erneuter Ortswechsel Befriedigung bringen könne. Kopenhagen wird seine nächste Station, dann 1975 endgültig Amsterdam. Das Stedelijk Museum bietet ihm ein Atelier auf der Prinseneiland an, das er in gleichen Jahr bezieht. Rayment beschreibt Amsterdam als liebenswerte Stadt und schätzt hier das künstlerische Klima. Die langen Wintermonate jedoch liebt er weniger und beschreibt sie als „sechs monatigen Kampf gegen die Dunkelheit“. Viel zu früh stirbt Rayment am 4. Dezember 1987. |
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| Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Werk Rayments und teilt sich in zwei Hauptsektionen. Zum einen das sehr umfangreiche Spätwerk aus den 80er Jahren, in dem er sich hauptsächlich der Aktmalerei widmet, zum anderen die in den 70er Jahren entstandenen surrealistischen Landschaften, die an eine erschaffene Traumwelt erinnern. | |||
| Rayment hat die menschliche Figur als weiblichen Akt, in zahllosen Variationen bearbeitet und dabei mit stilistischen Mitteln wie dem Kubismus, dem Expressionismus, experimentiert. Zitate von Picasso, Matisse bis Klimt sind seiner Aktmalerei zu entlocken, die auf bemerkenswerte Art und Weise die Figur zugleich spielerisch und streng gegen den jeweiligen sehr neutral gehaltenen Farbhintergrund stellt.. Es scheint als reduziere Rayment den Akt auf ein bestimmtes Idealmodell, das immer wiederkehrt und sich behauptet. Die Quintessenz und die Reduzierung auf eine Morphologie, die ihn nach vielen Variationen und experimentellen Studien nicht mehr los lässt. Weder die kubistische Zerstückelung, noch die plakative allein an der Fläche orientierte Bildhaftigkeit vermögen ihn zu fesseln und so führen sie ihn wieder hin zu einer klaren, reduzierten Formsprache. Struktur und Gliederung erinnern uns an die Akte Amedeo Modiglianis. Ähnlich geschlossen präsentiert sich uns heute sein Spätwerk. |
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| Dabei hat Rayment bereits in seinen sehr frühen Zeichnungen und Malereien ein künstlerisches Interesse an der naturalistischen Arbeitsweise. Danach jedoch löst er sich schrittweise, wird abstrakter, indem die Formen ein eigenes Leben zu führen scheinen. Nach und nach erfindet Rayment eine selbständige nicht abbildhafte innovative Welt aus Farbe und Form. Er erschafft seine eigene traumhafte Welt und scheint seinen Phantasieformen Leben einzuhauchen. Es ist, als führten hier eigenständige Wesen ein Leben in einer irrealen aber für sich genommen realen Welt. Sie erinnern wahlweise an Mikroorganismen, oder an Maschinen, die ihren Arbeitsvorgängen selbständig, ohne von Menschenhand geleitet, nachgehen. Das industrielle Zeitalter wie auch die Mikro-kosmische Entdeckung hat vor den Künstlern nicht Halt gemacht. Kandinsky, Miro und Tinguely mit seinen „lebenden Maschinen“ haben sich mit diesen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts künstlerisch auseinander gesetzt. | |||
| Aus kunstwissenschaftlicher Sicht mag man sich fragen, ob das Kunstwollen in kausalem Zusammenhang zu den äusseren Erscheinungen und Entwicklungen steht und unser Einfühlungsvermögen zu beeinflussen vermag. Wilhelm Worringer, Kunstwissenschaftler, stellte mit seiner stilpsychologisch begründeten Theorie „Abstraktion und Einfühlung“ 1907 die These auf, dass, je unbegreiflicher die Weltgeschehnisse seien, desto abstrakten das Kunstwollen werde. Hat Kandinsky nicht sein erstes abstraktes Bild gemalt, nachdem er von der wissenschaftlichen Entdeckung des Atoms erfuhr? Diese Entdeckung brachte sein Weltbild ins Wanken, stellte für ihn den Zerfall des Festgeglaubten, der Materie, dar. Kandinsky reagierte darauf, indem er sein eigenes Universum aus Formen und Farben erschuf. In ähnlicher Art und Weise verfuhr auch Willi Baumeister nach dem Desaster des 2. Weltkriegs, sowie die Künstler nach 45, die Entstehung der informellen Kunst. |
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| Auch Rayment ist Kind seiner Zeit. Auch er erschafft sich eine Welt aus Farbe und Form, die ein kleines Universum darstellen. Um so interessanter mutet das Spätwerk des Künstlers an. Denn anstatt, von seiner Krankheit gezeichnet, sich in seine eigene Traumwelt zurückzuziehen, wird Rayment wieder figurativer. Es scheint als suche er förmlich nach einem Idealbild, als wolle er es festhalten, um es nicht zu verlieren, damit ihn die Muse nicht entgleiten möge. |
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